Bundesliga-Wochenspiel

Recken besiegen die Füchse aus Berlin mit 26:25

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Feiern mit den Fans den Sieg der Recken: Morten Olsen, Evgeni Pevnov und Kai Häfner (vorne von links).

HANNOVER - Nach einem Rückstand zur Pause drehte Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf das Spiel gegen die Füchse aus Berlin in der zweiten Halbzeit noch und gewann dank einer Weltklasse-Torhüterleistung von Martin Ziemer (insgesamt 21 Paraden) mit 26:25 (10:15).

Die Partie begann für die Berliner mit einer Schrecksekunde. Nach nur 29 Sekunden blieb WM-Teilnehmer Paul Drux auf dem stumpfen Boden hängen und musste minutenlang gepflegt werden. Nach 26 Spielminuten kam der Berliner dann aber doch wieder „auf die Platte“. Zu diesem Zeitpunkt lag seine Mannschaft aber schon mit 12:9 in Front. Die Füchse agierten geschmeidiger als die Recken, die sich jedes Tor hart erarbeiten mussten. Nach Hans Lindbergs 1:0 für die Gäste sorgte Timo Kastening mit dem ersten Recken-Siebenmeter zum 2:1 für die einzige Führung der Hannoveraner. Ab dem 2:3 durch Berlins starken Spielmacher Jacob Holm lag das Team von Füchse-Coach Petkovic immer in Führung. Die Recken kämpften, hatten beim 9:11 zweimal die Möglichkeit zum 10:11-Anschluss, den sie jedoch versäumten. Die Berliner stattdessen eiskalt: Nach besagter Rückkehr von Paul Drux bauten sie ihren Vorsprung bis auf 15:9 aus. Wie es eben so geht: Statt auf ein Tor herangekommen zu sein, mussten die Männer von Chefcoach Carlos Ortega einen Sechs-Tore-Rückstand hinnehmen. Zur Pause brachte Kastening die Recken wenigstens noch auf 10:15 heran. Überraschend: Nach der Pause zeigten die Recken wieder ihr besseres Gesicht, starteten ihre Aufholjagd. Kastening traf dreimal in Folge zum 16:17. Ugalde sorgte beim 17:18 für den ersten Ausgleich seit der Anfangsführung. Hannover blieb dran, glich dreimal aus. Berlin setzte sich aber wieder auf 23:20 ab, ehe Böhm, Ugalde und Häfner erneut ausglichen. 108 Sekunden vor Schlussh ämmerte Fabian Böhm zur 26:25-Führung hinter Silvio Heinevetter ins Füchse-Tor – die Halle tobte! Der totale Nervenkitzel schließlich in der Schlussphase. Auszeit Hannover, dann Auszeit Berlin. Füchse–Nationalspieler Wiede hat den letzten Wurf - und trifft nicht. Die Recken jubeln über einen nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg, der dritte Bundesliga-Sieg in der Rest-Rückrunde. „Ausschlaggebender Faktor war Torwart Ziemer“, war Sportchef Smöre Christophersen happy. Weltmeister Olsen: „In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, was wir können.“ Am Sonntag (13 Uhr) spielen die Recken in Györ (Ungarn) im EHF-Cup gegen Tatabanya (siehe Bericht unten). Recken: Ziemer, Lesjak – Cehte (1), Mävers, Thiele, Pevnov (1), Häfner (6), Böhm (5), Ugalde (3), Krone, Srsen, Olsen (3), Brozovic (1), Feise, Kastening (6/1), Büchner. Berlins beste Werfer: Holm (6), Simak (4), Lindberg (4). 

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