Starker Auftakt als Schlüssel zum Erfolg

Recken jubeln über Einzug in Gruppenphase

Großer Jubel: Durch ein 33.33-Unentschieden bei Benfica Lissabon erreicht der TSV Hannover-Burgdorf die Gruppenphase im EHF-Cup.

HANNOVER Riesenjubel bei den Recken! Durch ein 33:33 (19:16)-Unentschieden bei Benfica Lissabon ist Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf in die Gruppenphase im EHF-Cup eingezogen. Im Hinspiel hatte das Team von Trainer Carlos Ortega mit 41:36 gewonnen.

Die Auslosung zur Gruppenphase, die im kommenden Februar und März ausgetragen wird, erfolgt am nächsten Donnerstag in Wien. Eine entscheidende Rolle spielte der Celle Lars Lehnhoff. Der Linksaußen überzeugte mit acht Toren – und hatte seine eigene Fan-Gemeinde auf der Tribüne im „Pavilhao das Luz No. 2“ (Halle des Lichts). Von den rund 80 mitgeflogenen Fans stammten 17 allein aus Celle. Ehefrau, Vater, Mutter und Verwandtschaft feuerten die Recken in der kleinen Halle, die mit nur etwa 800 Zuschauern ge-füllt war, an. Ein „Heimspiel“ für das Urgestein. Sechs Tore erzielte Lehnhoff schon in der ersten Halbzeit, scheiterte zudem noch mit einem Siebenmeter an Benfica-Keeper Ristovski. Klar, dass Lehnhoff happy war: „Unsere Fans waren klasse. Wir sind gut ins Spiel reingekommen, das war wichtig.“ Die Hannoveraner legten schnell ein 3:0 vor, zudem hielt der starke Torwart Martin Ziemer gleich einen Siebenmeter Belone Moreira. Insgesamt kam der Schlussmann auf 16 Paraden. Zwischen der 18. und 25. Minute traf Lehnhoff viermal, ehe Spielmacher Morten Olsen dreimal zulangte und die letzten drei Treffer in der ersten Halbzeit zur 19:16-Pausenführung erzielte. Auch nach dem Wechsel lagen die Recken ständig in Front. Sie agierten selbstbewusst und mit Übersicht, hielten die Portugiesen auf Abstand. Selbst als Lissabon bis auf 25:26 (45.) herangekommen war, behielten sie die Nerven, so dass die Partie nicht kippen konnte. Benfica versuchte, die Recken mit einer sehr offensiven Deckung in Probleme zu bringen, doch auch dies funktionierte nicht Gut zehn Minuten vor Schluss netzte Kapitän Häfner dreimal in Folge ein, traf zum 30:27. Damit war der Einzug in die Gruppenphase perfekt, denn acht Tore (inklusive Hinspiel) konnte Lissabon nicht mehr aufholen. So konnten die Recken schließlich im Teamkreis hüpfend den Erfolg feiern. Trainer Ortega: Wichtig war, dass wir gut ins Spiel reingekommen sind. Das war der Schlüssel zum Erfolg. In der zweiten Halbzeit haben wir leider wieder dumme Fehler gemacht. Es zählt aber nur, dass wir weitergekommen sind. Jetzt brauchen wir bei der Auslosung ein bisschen Glück.“ Zuvor entschwanden die Recken aber in die Lissabonner Nacht, um den zweiten Einzug in die Gruppenphase nach 2014 gebührend zu feiern. Recken: Ziemer, Lesjak – Cehte (1), Mävers, Thiele, Pevnov (1), Lehnhoff (8), Häfner (7), Böhm (3), Ugalde, Krone, Srsen, Olsen (6), Brozovic (2), Feise, Kastening (5/1). haz/gsd

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