Handball-Bundesliga

Recken beim "abgestürzten BHC" zu Gast

TSV Hannover Burgdorf - THW Kiel
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Fabian Böhm, hier beim Spiel gegen den THW Kiel, strebt mit den Recken einen Auswärtssieg beim Bergischen HC an. Nach zweiwöchiger Spielpause kein leichtes Unterfangen.

Hannover - Klar, Timo Kastenings Wahl zum „Handballer des Jahres 2019“ hat bei den Recken in der zweiwöchigen Spielpause alles überstrahlt. Eine Riesen-Auszeichnung, eine große Ehre nicht nur für den Rechtsaußen selbst, sondern auch für den Klub.

Doch abseits von Kastenings Wahl gibt und gab es bei der TSV Hannover-Burgdorf auch noch diverse andere Themen. Zum Beispiel das nächste Punktspiel, zu dem die TSV Hannover-Burgdorf am Sonntag um 16 Uhr beim Bergischen HC in Solingen antritt. 

Das Hinspiel hatte das Team von Trainer Carlos Ortega mit 30:24 gewonnen – als der BHC noch gut drauf war. 15:13-Punkte wies das Team von Trainer Sebastian Hinze in der Vorrunde auf – jetzt sind es 17:29-Zähler und Platz 13. Acht der vergangenen neun Spiele gingen verloren. „Wir schaffen es einfach nicht, mit Negativ-Erlebnissen umzugehen“, sagt der BHC-Coach im Fachblatt „Handballwoche“. Ein guter Ansatzpunkt für die Recken, den sechsten Auswärtssieg zu landen. Durch die Niederlage von Berlin in Minden sind sie wieder vom vierten auf den dritten Platz gerutscht. Natürlich werden auch in der schon ausverkauften Solinger Klingenhalle alle Augen auf Kastening und Spielmacher Morten Olsen gerichtet sein. Mit 125 Toren (Kastening) und 108 Treffern (Olsen) sind die beiden auch die bislang erfolgreichsten Torschützen der Hannoveraner. Während die Spielpause dazu genutzt werden konnte, das eine oder andere kleine Wehwehchen auszukurieren, nutzte Sportchef Sven-Sören Christophersen die Zeit, um die Planungen für die kommende Saison voranzutreiben – die zwölfte in der 1. Liga. Von den vorhandenen Spielern sind zurzeit inzwischen nur noch zwei Personalien offen: Die von Torwart Urban Lesjak und vom Esten Mait Patrail. Deutet sich beim slowenischen Schlussmann eine Vertragsverlängerung an? „Es gibt positive Gespräche“, drückt es Christophersen aus. Nicht ausgeschlossen, dass es in Kürze eine Vollzugsmeldung gibt. Bei Patrail sieht es diffiziler aus. „Man spricht miteinander“, sagt Christophersen diplomatisch. Dabei dürfte es unter anderem auch um die Verletzungsanfälligkeit des Esten gehen. Mit der Vertragsverlängerung von Hannes Feise steht inzwischen auch fest, dass man sich nach zwei Spielzeiten vom spanischen Linksaußen Cristian Ugalde trennt. Feise soll dessen Position einnehmen. „Eine unkonventionelle Lösung“, gibt Christophersen zu. Nach Kastening (Melsungen), Olsen (Gudme/Dänemark) und Thiele (Minden) ist Ugalde der vierte Abgang. Die größte „Baustelle“ im hannoverschen Kader-Puzzle für die nächste Handball-Saison 2020/21 dürfte indes für Christophersen die Nachfolgeregelung auf der Spielmacher-Position sein. Einen zu Morten Olsen (35) ähnlichen Spielertypen zu finden, wird sehr schwierig, wenn nicht gar ausgeschlossen sein. Nach dem Kieler Miha Zarabec (28 Jahre alt / 1,77 Meter groß) tauchte vergangene Woche auch (wieder) der Slowene Stas Skube (30 / 1,77m) in der Gerüchteküche des norddeutschen Bundesligisten auf. „Es gibt viele Gedanken“, sagt „Smöre“ Christophersen. „Der Markt ist auf dieser Position nicht gerade überschwemmt.“ 

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