Handball-Bundesliga

Heim-Blamage für die Recken

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Enttäuschung bei den Recken: Gegen Bietigheim hatten sie eigentlich mit einem Sieg gerechnet.

HANNOVER - Was für eine Blamage für die Recken! Gegen den Tabellenvorletzten SG BBM Bietigheim verlor Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf mit 26:27 (14:14). Die schwache Vorstellung war alles andere als ein Mutmacher für das Heimspiel im EHF-Cup gegen Benfica Lissabon.

Weil die Schwaben auf der A7 im Autobahn-Stau standen und erst 45 Minuten vorm eigentlichen Beginn in der Tui-Arena waren, begann die Partie mit zehn Minuten Verspätung. Doch nicht etwa die Bietigheimer waren noch nicht recht wach, sondern die Mannschaft von Trainer Carlos Ortega. Durch zwei Siebenmeter von Christian Schäfer gingen die Gäste mit 2:1 in Front und bestimmten auch in der Anfangsphase das Match. Erst nach sechs Minuten gelang Recken-Kapitän Kai Häfner das 5:4 und damit die erste Führung. Nachwuchsmann Jannes Krone erhöhte auf 6:4, doch es nur ein kurzes Zwischenhoch für die Hannoveraner. Denn die SG blieb keck und couragiert, zeigte keinerlei Respekt und glich ihrerseits wieder aus zum 7:7, weil die Gastgeber erneut mehrere bedenkliche Fehler in der Deckung machten. Beim Ausgleich blieb es indes nicht, denn die Mannschaft von Gästecoach Ralf Bader legte munter nach und ging über 10:8 (15.) mit 13:9 (20.) in Führung, was die Recken-Fans zu einigem Murren veranlasste. Schwer fanden die Hannoveraner ins Spiel zurück. Morten Olsen und Cristian Ugalde verkürzten auf 11:13, Ugalde und Evgeni Pevnov sorgten für den Ausgleich zum 13:13, ehe Olsen das Spiel erneut zum 14:13 für die Recken wendete. Schwaben-Spielmacher Jonas Link sorgte für den Pausenstand von 14:14. Bis dahin eine durchwachsene, von Fehlern geprägte Partie seitens der Recken. Große Besserung gab es auch in der zweiten Hälfte nicht. Das Recken-Spiel wirkte verkrampft, zu schwerfällig gegen die flinken und quirligen Schwaben. Auch die personelle Schwächung der SGer durch die rote Karte für Max Emanuel, der Timo Kastening bei einem Tempogegenstoß rüde zu Fall brachte, brachte den Gastgebern keinen Vorteil. Letztlich kulminierte das Match in der Schlussphase. Hannover glich immer wieder die SG-Führung aus. Häfner hatte den letzten Angriff, scheiterte aber an SG-Keeper Ebner. Mit der Schlusssirene traf Bietigheims Schäfer zum 27:26 ins verwaiste Tor der Recken. Die große Enttäuschung war perfekt. TSV: Lesjak, Ziemer; Böhm, Brozovic (4/1), Cehte, Feise, Häfner (9), Kastening (2), Krone (1), Lehnhoff, Mävers, Olsen (4), Pevnov (3), Srsen, Thiele, Ugalde (3). Beste SGer: Schäfer (8/5), Link (8).

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