25:25 bei den abwehrstarken Hessen / „Kretsche des Monats“ für Patrail

Recken verschenken in Wetzlar einen Punkt

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Carlos Ortega kann mit dem Punkt der Recken in Wetzlar leben.

Hannover – Nach der Länderspiel-Pause kamen die Recken beim 25:25 (15:12) bei der HSG Wetzlar "nur" zu einem Punkt. Am Ende verschenkte die TSV Hannover-Burgdorf vor 4064 Zuschauern den zweiten Zähler, weil sie nach einer guten ersten Halbzeit nach dem Wechsel zu unkonzentriert agierte.

„Den Punkt nehmen wir aber gern mit“, meinte Recken-Schlussmann Domenico Ebner nach der umkämpften Partie. „Wer die Historie kennt, weiß, dass wir uns in Wetzlar immer schwer getan haben. In der zweiten Halbzeit hat Wetzlar eine gute Abwehr gestellt.“ Festzuhalten bleibt aber, dass für die Mannschaft von Trainer Carlos Ortega, die wieder mit Kreisläufer Evgeni Pevnov und Morten Olsen antrat, mehr drin war. Denn die erste Halbzeit verlief aus Recken-Sicht sehr zufriedenstellend, obwohl die Hessen den besseren Start hatten und zunächst immer in front lagen. Mehr ein Tor konnten sie sich aber nach dem 2:0 nicht absetzen. Immer wieder glichen die Hannoveraner aus, begünstigt durch eine überragende Torwartleistung von Ebner, der überraschenderweise statt Urban Lesjak anfing. Nach 21 Minuten gelang Timo Kastening dann die erste Führung für die Gäste zum 11:10. Mit zwei weiteren Treffern baute er den Vorsprung auf 13:10 aus, dem Nejc Cehte sogar das 14:10 folgen ließ. Weltklasse danach eine Doppelparade von Ebner bei zwei Würfen der HSGer. Mit einem 15:12 ging es in die Kabine. Aus der kamen die Recken aber eher schläfrig heraus. Hannover kam zu Beginn der zweiten Hälfte nicht richtig wieder auf Toren, zudem zeigte sich die Abwehr von Wetzlar als nur schwer zu überwinden. „Die haben da viele Kilos“, hatte Recken-Coach Ortega schon vorher gesagt. Die Recken taten sich zunehmend schwer, verwandelte klare Chance nicht, trafen mehrfach nur Pfosten oder Latte. Maxi Holst sorgte nach 48 Minuten schließlich für den Ausgleich, wiederholt war der HSGer per Siebenmeter erfolgreich. Die Partie war gekippt, nun rannten die Hannoveraner immer der HSG-Führung hinterher. Vor allem der in der zweiten Hälfte starke Ivan Martinovic egalisierte mehr den Recken-Rückstand. Er glich auch zum 24:24 aus, ehe Recken-Kapitän Fabian Böhm das 25:24 von Wetzlars Nils Torbrügge egalisierte. „Wir haben leider ein, zwei Nadelstiche nicht gesetzt“, meinte Torwart Ebner hinterher. Die Länderspiel-Pause hat uns nicht gut getan.“ Abwehrhüne Mait Patrail: „Vorher wären wir mit einem Punkt zufrieden gewesen, aber so ist es enttäuschend. In der zweiten Halbzeit haben wir aber im Angriff nicht gut gespielt, freie Bäller nicht genutzt.“ Da war auch der „Kretsche des Monats“ von Bezahlsender „Sky“ kein Trost, den er verliehen bekam. Recken: Ebner, Lesjak – Cehte 1, Martinovic 4, Patrail 1, Thiele, Pevnov, Jönsson, Böhm 3, Ugalde 3, Olsen 4, Donker, Brozovic 1, Feise, Kastening 6/3, Büchner 2. Wetzlars beste Werfer: Holst 8/5, Mirkulovski 3, Schefvert 3. haz/gsd

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