TSV Hannover-Burgdorf beim SC DHfK Leipzig / Rätsel um dünne Defensive

Recken: Kurzer Liga-Stopp zwischen EHF-Cup-Spielen

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Morten Olsen ist auch heute wieder gefordert: Nach der bitteren Heimpleite gegen Bietigheim (Spielszene) wollen die Recken in der Liga wieder punkten.

HANNOVER  n Drittes der vier Spiele in nur zehn Tagen für die Recken: Am Mittwoch geht es bereits um 17 Uhr beim SC DHfK in der Leipzig-Arena „auf die Platte“. Bereits am Freitagvormittag fliegt Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf dann bereits zum EHF-Pokal-Rückspiel zu Benfica Lissabon (Sonnabend, 18 Uhr).

Für Trainer Carlos Ortega ist es in diesen Tagen schwierig, sein Team auf die kommende Aufgabe einzustellen. Am vergangenen Donnerstag Bundesliga Bietigheim (26:27), am Sonnabend EHF-Cup-Hinspiel Lissabon (41:36), heute wieder deutsche Bundesliga, am Samstag wieder die Euro-Bühne – „da ist es schwierig, sich zu fokussieren“, sagt der spanische Coach. Die Spieler sind derzeit physisch wie psychisch stark belastet. Zumal sich neben den drei längerfristigen Ausfällen der gegen Lissabon mit zwölf Treffern herausragende Morten Olsen, Evgeni Pevnov und Fabian Böhm immer weiter durchschleppen müssen. Das große Rätsel ist bei den Recken derzeit die „dünne“ Defensive. In der vergangenen Serie war der Abwehr das Prunkstück, über sie gewannen die Hannoveraner viele Punkte. „Da war sie der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Ortega. Jetzt war der Deckungsverbund oft die Schwachstelle. Eklatant waren die Defizite vor allem gegen Melsungen. Und auch in der Schlussphase der Partie gegen Benfica nahm die Konzentration in der Deckung ab, sodass die Portugiesen ihren Neun-Tore-Rückstand noch auf fünf verkürzen konnten – zum Unmut der Recken-Verantwortlichen und Fans. Tritt die Abwehr nun in Leipzig endlich mal wieder solider und stabiler auf? Die Sachsen spielten bislang eine nicht zufriedenstellende Saison, sind nur Dreizehnter. An eine Platzierung im Vorderfeld wie in den vergangenen Serien ist derzeit nicht zu denken. Paradoxerweise haben sie aber 30 Tore weniger kassiert als die Recken (373). Probleme haben die Leipziger im Angriff, mit dem sie auf nur 323 Treffer kommen, obwohl ihre erfolgreichsten Torschützen Philipp Weber und Franz Semper unter den Top 15 liegen. Am vergangenen Wochenende verlor das Team von Trainer Haber, das zuhause bereits vier Niederlagen einstecken musste, sogar beim aktuellen Tabellenletzten Ludwigshafen mit 24:27. Mit bislang 4:10-Zählern ist die Auswärtsbilanz der Recken allerdings auch noch recht verbesserungswürdig. Mit dem möglicherweise dritten Auswärtserfolg könnte das Ortega- Team zumindest wieder das Punktekonto auf 14:14 ausgleichen. Und sich ein gutes Gefühl für das entscheidende EHF-Pokal-Rückspiel verschaffen. n haz/gsd

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