TSV Hannover-Burgdorf heute vor „Riesen-Aufgabe”

Recken weiter ohne fünf in Magdeburg

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Will den Schwung mitnehmen: Timo Kastening präsentiert sich im Heimspiel gegen Die Eulen Ludwigshafen in Bestform und trägt mit zwölf Treffern zum 33:28-Erfolg bei.

HANNOVER Der nächste dicke Brocken! Nach den Topteams Berlin und Flensburg wird es für die Recken am Donnerstag (4.9., 19 Uhr) noch schwerer. In der GETEC-Arena treffen sie auf Gastgeber SC Magdeburg, die derzeit wohl heißeste Mannschaft in der Handball-Bundesliga. 

Die ersten sieben Spiele hat das Team von Trainer Bennet Wiegert (36), dem Sohn von Handball-Legende Ingolf Wiegert (siebenmal DDR-Meister), allesamt gewonnen. Erst am vergangenen Wochenende gab es in Berlin die erste Niederlage (24:27), durch den der ruhmreiche SCM auf Platz zwei abrutschte. Besonders heiß ist derzeit Matthias Musche (26). Mit 71 Treffern führt der Linksaußen die Torjägerliste der HBL an und ist derzeit in bestechender Form. „Sportbild“ vertraute er kürzlich ein Ritual an: Vorm Spiel trinkt er immer zwei kleine Flaschen Cola. Musches Glück ist momentan das Pech von Robert Weber. Der Österreicher wird eher wenig berücksichtigt und nach der Saison die Magdeburger verlassen. Vom hannoverschen Verletzten-Quintett Johannsen, Häfner, Patrail, Pevnov und Atman „wird keiner zurückkommen“, wie der Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen am Dienstag sagte. Hinter den Verletzungssorgen dürfe man sich nicht verstecken, zitiert der Ex-Abwehrchef seinen Trainer Carlos Ortega. „Wir müssen auf die Spieler setzen, die fit sind“, sagt der spanische Coach, der hofft, dass zum nächsten Heimspiel gegen Erlangen eventuell einer der Verletzten zurückkehrt. Natürlich werde die Partie in Magdeburg „ein schwieriges Spiel“, so Christophersen, der ein persönliches Comeback „zu 100 Prozent“ ausschließt. „Und die erste Niederlage des SCM in Berlin ist auch nicht förderlich.“ So sei das Wiegert-Team eher nur noch zusätzlich motiviert. „Magdeburg ist gut drauf, das wird eine Riesen-Aufgabe.“ Auch Recken-Schlussmann Martin Ziemer weiß, was auf sein Team zukommt. Von 2000 bis 2004 hat er selbst beim SCM gespielt, auch in der Champions League, und damals zusammen mit dem jetzigen Coach Wiegert. Gern erinnert man bei den Recken natürlich an den 16. November 2016, als sie den bisher höchsten Sieg ihrer nunmehr zehnjährigen Erstliga-Zugehörigkeit schafften – beim 37:22-Sensationserfolg in Magdeburg. Ein Abend, an dem wirklich alles passte. Vergangene Saison verlor Hannover indes mit 22:31 beim SCM. Trainer Ortega: „Wir sind Außenseiter, aber zuletzt hat uns diese Rolle besser gelegen, als Favorit zu sein.“ Gefragt sind auch beim SC Magdeburg wieder die „glorreichen Vier“ aus der Recken-Talentschmiede: Malte Donker, Jannes Krone, Hannes Feise und Joshua Thiele. n haz/gsd

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