24:26-Niederlage nach vielen eigenen kleinen Fehlern 

Recken verlieren wieder in Wetzlar

Recken Trainer Carlos Ortega
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Trainer Carlos Ortega sieht einen engagierten Auftritt seines Teams, zu einem Sieg reicht er aber nicht.

Hannover – Es bleibt dabei: Auswärts ist mit den recken in der Handball-Bundesliga so gut wie kein Staat zu machen. Bei der HSG Wetzlar kassierte die TSV Hannover-Burgdorf die zweite Pleite im neuen Handball-Jahr, verlor mit 24:26 (14:16). Die Recken warten weiter auf den ersten Auswärtssieg.

Nach der Heimniederlage gegen Flensburg rechneten sich die recken nun in Wetzlar etwas aus, obwohl sie dort meistens schlecht ausgesehen haben. Den letzten Sieg gab es bei den Mittelhessen noch unter Trainer Christopher Nordmeyer. Veit Mävers brachte die Gäste in Führung, Linksaußen Vincent Büchner erhöhte auf 2:2. Blöd: Ivan Martinovic hämmerte den ersten Recken-Siebenmeter an die Lattenunterkante. Stattdessen die erste Führung für die HSG durch Fredriksen zum 3:2. Für die nächsten beiden Siebenmeter trat dann auf Hannover-Seite Weltmeister Johan Hansen an. Vor Weihnachten war er mehrfach gescheitert, jetzt demonstrierte der Däne wieder Selbstbewusstsein „vom Punkt“ und traf zweimal zur 6:5-Führung und legte den dritten Strafwurf-Treffer zum 9:6 nach (17.). Sah gut aus bis dahin beim Team von Coach Carlos Ortega, aber es war eben nur eine Momentaufnahme. Denn Wetzlars starker Montenegriner Stefan Cavor kam nach und nach auf den Torgeschmack und hatte bis zur Halbzeit schon sechs Treffer in seiner Statistik stehen. Die Hessen gingen nach zwei Fehlabspielen von Recken-Kapitän Böhm mit 10:9 in Front, das Malte Donker im Nachwurf ausglich. Wenig später parierte Torhüter Ebner einen Siebenmeter von HSG-Linksaußen Maxi Holst. Danach blieb es bis zur Pause bei dieser Torabfolge: Wetzlar legte einen Treffer vor, Hannover glich aus. Allerdings: Nach dem 14:14 traf der Schweizer Lenny Rubin und Cavor zur 16:14-Halbzeitführung der Gastgeber. Böhm brachte die Hannoveraner nach dem Wechsel auf 15:16 heran, doch einen großen Impuls hatte dies nicht zur Folge. Vielmehr bauten die Wetzlarer ihren Vorsprung auf 20:16 (40.) aus, obwohl auch Urban Lesjak, der für Ebner in den Kasten gekommen war, einen weiteren Siebenmeter von Holst parierte. In dieser Phase agierten die Recken zu fehlerhaft, mehrfach führte mangelnde Konzentration zu Ballgewinnen für die HSG. Aber zumindest die Einstellung stimmte: Alfred Jönsson verkürzte für die Gäste auf 20:21 (48.), Martinovic auf 21:22. Wenig später traf Wetzlars Cavor mit Urgewalt und 128 km Wurfgeschwindigkeit, übermittelte „Sky“. Als sich die HSG langsam wieder auf 24:21 abgesetzt hatte, war die Messe gelesen, Büchner schaffte beim 23:24 nochmals den Anschluss, Hansens fünfter Siebenmeter-Treffer zum 24:26-Endstand war nur Ergebnis-Kosmetik. Übrigens: Den letzten Sieg in Wetzlar gab es am 12. Oktober 2012.Am nächsten Sonntag (16 Uhr, Sky) geht’s weiter mit dem Niedersachsen-Duell gegen die HSG Nordhorn-Lingen.

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