Handball-Bundesliga

Recken unterliegen dem Spitzenreiter

Mann hechtet in Strafraum
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Martin Hanne erzielt einen seiner beiden Treffer gegen Flensburg-Handewitt.

Hannover - Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf konnte den großen Favoriten nur ein bisschen ärgern. Am Ende erwies sich Vizemeister SG Flensburg-Handewitt als eine Nummer zu groß, sodass die Recken mit einer 26:33 (16:18)-Heimniederlage ins Handballjahr 2021 starteten. 

Kreisläufer Evgeni Pevnov: „Wenn man gegen Flensburg gewinnen will, muss eben alles passen.“ Das war beim Team von Trainer Carlos Ortega aber nicht der Fall. „20 Minuten haben wir gut gespielt“, meinte Hannovers spanischer Coach hinterher, der gerade seinen Vertrag um weitere zwei Jahre verlängert hat. „Das waren Abwehr und Angriff gut. Am Ende war der Unterschied mit sieben Toren zu groß.“ Vincent Büchner brachte die Recken zunächst in Front gegen die 5-1-Deckung der Flensburger. Er traf auch zum 3:1 – und in der Folge konnten die Gastgeber ihren kleinen Vorsprung immer weiter ausbauen. Veit Mävers warf zum 7:4 ein, das Recken-Spiel lief in dieser Anfangsphase richtig gut. Nach dem 9:6 durch Ilija Brozovic nahm SG-Trainer Maik Machulla seine erste Auszeit. Zunächst änderte sich noch nichts, da Hannover mit 11:7 in Führung ging. Dann aber stellte Machulla von 5-1- auf 6-0-Deckung um und brachte Bergerud für Buric im Tor – der wohl entscheidende Schachzug. In der Folge taten sich die Recken immer schwerer. Der Spitzenreiter aus Schleswig-Holstein kam heran und ging beim 13:12 durch den herausragenden Lasse Möller erstmals in Führung (23.). Nach der guten Startphase tauschte auch Ortega seine Torhüter, brachte Lesjak für Ebner, der am Ende elf Paraden aufwies. Doch auch Lesjak konnte den 18:16-Halbzeitvorsprung nicht verhindern. Immer mehr bekamen die Flensburger auch nach Wiederbeginn die Partie in den Griff. Dabei profitierten sie aber auch von zunehmenden Konzentrationsschwächen der Hannoveraner. „Wir haben den Faden verloren“, ärgerte sich Torwart Ebner, der einen Siebenmeter von Hampus Wanne parierte. „Den 11:7-Vorsprung haben wir zu schnell hergegeben. Und nach dem 20:23 haben wir den Ball dreimal weggeschmissen. Hinten hatten wir nicht mehr den Zugriff.“ Stetig vergrößerten die SGer ihre Führung Mitte der zweiten Halbzeit, weil den Recken immer mehr Fehler unterliefen. Nach 43 Minuten war Flensburg 25:20 vorn, weil die Recken Geschenke verteilten und ihnen die Präzision fehlte. Beim 23:29 waren die Gäste bis auf sechs Treffer weggezogen – die Entscheidung. „Wenn man auswärts 33 Tore erzielt, hat man vieles richtig gemacht“, meinte SG-Coach Machulla. „Wir haben in der zweiten Halbzeit dreimal den Ball verdaddelt“, klagte Hannovers Kreisläufer Pevnov. Schon am Donnerstag, 18. Februar (19 Uhr), geht es für die Recken mit dem Auswärtsspiel in Wetzlar weiter. Recken: Ebner, Lesjak – Cehte 1, Martinovic 3, Mävers 2, Hansen 3, Pevnov 4, Jönsson 2, Böhm, Krone, Donker, Hanne 2, Brozovic 4, Fischer, Feise, Büchner 5. Flensburgs beste Torschützen: Möller 8, Wanne 5/2, Gottfridsson 5, Golla 4.    

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