Handball-Bundesliga

Füchse schlagen Recken in der letzten Viertelstunde

Handballer bilden einen Kreis
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Für die TSV Hannover-Burgdorf gibt es in Berlin nichts zu holen.

Berlin – Aus dem ersten Auswärtssieg der neuen Saison in der Handball-Bundesliga ist es für die TSV Hannover-Burgdorf nichts geworden. Bei den Füchsen Berlin verloren die Recken am Donnerstagabend vor 750 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle mit 27:31 (11:12). Die Hauptstädter konnten damit ihren ersten Heimsieg der jungen Spielzeit einfahren. Nach vier Spielen steht das Team von Chefcoach Carlos Ortega mit 4:4-Punkten im Tabellenmittelfeld.

„Die Breite des Kaders war entscheidend“, fasste Kapitän Fabian Böhm die Partie zusammen. Sehr viele Aktionen lasteten auf seinen Schultern – und wenn er für eine kurze Pause auf der Bank war, war dies sofort zu sehen. „Und in der zweiten Halbzeit haben wir zu viele einfache Fehler gemacht“, legte Böhm nach. In der Tat: Eine Viertelstunde vor Schluss mussten die Recken, die bis dahin immer an den Berlinern dran waren, abreißen lassen. Torwart Urban Lesjak konnte seine in der ersten Hälfte erstklassige Leistung (sieben Paraden, dabei zwei gehaltene Siebenmeter von Füchse-Rechtsaußen Hans Lindberg) nicht fortsetzen, sodass Ortega Domenico Ebner in der 44. Minute brachte. Doch der Deutsch-Italiener läuft weiter seiner guten Form aus der vergangenen Serie hinterher, bekam kaum einen Ball zu fassen.
So bauten die Füchse ihren lange kleinen Vorsprung auf einen größeren aus. Nach dem 20:17 (42.) war Hannover zwar nochmals beim 21:20 (44.) dran, doch dann zog Berlin auch dank der Paraden des nun eigenen starken Torwarts Milosavljev (12 Paraden) auf 25:21 weg (53.). Darauf hatten die Recken keine passende Antwort mehr. Auch weil der zuletzt so starke Ivan Martinovic auf halbrechts in Berlin einen schwachen Tag erwischte und nach mehreren Fahrkarten vor der Pause danach nicht mehr spielte. Auch von Linksaußen Vincent Büchner war nichts zu sehen. Dort sprang Hannes Feise in die Bresche. In der Mitte mühte sich Alfred Jönsson (zur schwedischen Nationalmannschaft eingeladen) redlich, traute sich aber trotz vier Treffern zu wenige Würfe zu.
Hinzu kam, dass den Recken in der Deckung die Stabilität und die Aggressivität fehlten. So war der Berliner Sieg letztlich nicht gefährdet. Daran konnte auch Rechtsaußen Johan Hansen nichts ändern, der sechs seiner acht Tore im ersten Durchgang erzielte. In der Anfangs-Viertelstunde war der dänische Weltmeister an zwei der vier hannoverschen Führungen beteiligt.  
„Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht“, meinte Kapitän Böhm. „Im nächsten holen wir uns dann die Punkte. Ohne Morten Olsen fehlt uns der X-Faktor. Wir sind zu einem taktischen Team geworden, halten uns streng an die Spielsysteme.“
Am kommenden Donnerstag (19 Uhr) steht das dritte Heimspiel gegen den Bergischen HC in der ZAG-Arena auf dem Programm.
Recken: Lesjak, Ebner – Cehte 2, Kuzmanovski 1, Martinovic, Mävers, Hansen 8/2, Pevnov, Jönsson 4, Böhm 6, Krone, Donker, Hanne, Brozovic 3, Feise 3, Büchner.
Berlins beste Torschützen: Michalczik 6, Wiede 5, Andersson 5, Vujovic 4/1.

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