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„ Großer Kampfgeist” nicht belohnt

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Von: Heiko Meyer

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Recken-Torwart Urban Lesjak ist gegen den HSV Hamburg in starker Form
Urban Lesjak präsentiert sich in Hamburg in starker Form © Oliver Vosshage

Hannover – Doch schon wieder ein Dämpfer für die Recken! Nach zuletzt guten Spielen kassierte Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf bei Aufsteiger HSV Hamburg vor 3256 Zuschauern eine 23:25 (13:14)-Niederlage. Am Ende war das Team von Trainer Christian Prokop wie im Pokal gegen Kiel selbst für die Niederlage verantwortlich. Das kurze Aufbegehren in der Bundesliga ist damit wieder gedämpft worden.

Obwohl Hannovers slowenischer Torwart Urban Lesjak eine starke Partie mit 16 Paraden (41 Prozent gehaltene Würfe) lieferte, reichte es nicht zum vierten Auswärtssieg. Lesjaks Torwartkollege Domenico Ebner parierte sogar noch zwei Hamburger Siebenmeter von Hamburgs Ex-Recke Mortensen und Weller. Auch HSV-Keeper Yogi Bitter zeigte ein überragendes Spiel mit 19 Paraden und 45 Prozent entschärfter Recken-Würfe. „Nicht genug Paraden“, meinte Lesjak bei Sky auf die Frage, was den Ausschlag zugunsten der Hamburger gegeben habe. „Wir haben großen Kampfgeister gezeigt, aber im Angriff nicht genug mit Geduld gespielt“, sagte Lesjak weiter. Selbstbewusst zeigte sich Yogi Bitter: „Das Torwartduell habe ich gewonnen!“
Hannover erwischte den besseren Start, führte 3:1 durch Büchner und zweimal Hansen. Beim 5:4 sorgte Hamburgs Ex-Recke Casper Mortensen für die erste HSV-Führung per Siebenmeter. Die Recken hatten Probleme im Positionsangriff, glichen aber mehrfach Hamburger Führungen wieder aus. Der starke Veit Mävers traf zum 10:9 für sein Team, aber der HSV hielt konsequent dagegen. Zur Pau-se lagen die Hanseaten  nach vergebenen Siebenmetern auf beiden Seiten mit 14:13 vorn, alles drin also noch. Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam dann auch Recken-Kapitän Böhm – aber erneut nur für kurze Zeit. Kreisläufer Evgeni Pevnov glich zum 17:17 aus, Mävers’ 18:17 hatte nur Bestand. Nach dem 19:19 leisteten sich die Recken zu viele Unkonzentriertheiten, die erneute Führung durch Manuel Späth zum 20:19 gab der HSV nicht mehr ab. Die Taktik, mit einem siebten Feldspieler zu agieren, erwies sich als erfolgreich. Beim 24:21 war das Team von Trainer „Toto“ Jansen auf drei Tore weg – diesen Rückstand konnten die Recken nicht mehr egalisieren. haz/gsd

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