Handball-Bundesliga

THW Kiel einfach zu clever für die Recken

Handballer beim Wurf
+
Nejc Cehte erzielt hier einen seiner drei Treffer für die Recken, doch am Ende gibt es eine Heimniederlage gegen den Rekordmeister aus Kiel.

Hannover - Zu einem standesgemäßen Sieg kam der THW Kiel bei Handball-Bundesligist TSV Hannover Burgdorf. Vor 500 Zuschauern (mehr waren nicht zugelassen) gewann der Rekordmeister mit 29:26 (18:10) bei den Recken, die sich redlich mühten, letztlich aber dem großen Favoriten unterlegen waren.

Kiels norwegischer Super-Star Sander Sagosen brachte seine Mannschaft mit 2:0 in Front, kassierte dann aber eine Zeitstrafe, in der Hannovers Däne Johan Hansen per Siebenmeter auf 1:2 verkürzte. Bis zur 10. Minute setzte sich der THW aber auf 8:1 ab, ehe Hansen mit dem zweiten Siebenmeter das 2:8 erzielte. Recken-Coach Christian Prokop nordete seine Mannschaft in dieser Phase erstmal mit einer Auszeit neu ein. „Wir haben die Anfangsphase verschlafen, brauchten einen Weckruf“, räumte Nachwuchs-Kreisläufer Justus Fischer hinterher bei „Sky“ ein, der tags zuvor noch sieben Tore für die TSV-Zweite erzielt hatte.
In der Folge verkürzte Fischer zwar auf 8:12, doch beim 10:18 zur Pause war die Partie eigentlich schon vorentschieden. „In der ersten Halbzeit hat fast alles geklappt – unser Torwart Landin, die Abwehr und die zweite Welle“, kommentierte Kiels Routinier Domagoj Dunvjak den THW-Sieg. Insgesamt wirkte Hannover in der ersten Halbzeit zu ideenlos und zu hilflos.
Zumindest die Moral stimmte aber, was dann auch in der zweiten Halbzeit zum Ausdruck kam. Mittelmann Veit Mävers netzte zum 15:20 ein (40.), die Kieler behielten aber die Kontrolle über die Partie. Jonathan Edvardsson brachte Hannover nochmals auf 17:21 heran, Hannes Feise traf zum 24:27, doch am Kieler 29:26-Sieg gab es nichts mehr zu deuteln.
Der THW wahrte in der Schlussphase seinen Vorsprung, spulte sein Programm im Stil eben eines Spitzenteams herunter. 
Nach der schwachen ersten Hälfte gelang den Recken nach dem Wechsel zumindest ein bisschen Wiedergutmachung. Rechtsaußen Hansen erwies sich dabei als solide „vom Punkt“, verwandelte sechs seiner sieben Strafwürfe. Sein Pendant auf der linken Seite, Hannes Feise, war mit sechs Treffern erfolgreich. Er teilte in Duvnjaks Gesicht aus, bekam von THW-Keeper Niklas Landin aber auch selbst dessen Fuß bei einer Parade ins Gesicht.
„Wir wollten Kiel mehr abverlangen“, meinte Recken-Coach Prokop hinterher. „In der ersten Halbzeit war es eine enttäuschende Leistung.“ Sein Team habe zu viel Passivität und zu viele Einzel-Aktionen gezeigt. Prokop weiter: „Mit der zweiten Halbzeit bin ich deutlich zufriedener, wir hatten endlich mehr Leidenschaft, sind vorne mehr in die Tiefe gekommen und haben Moral gezeigt. Es war aber jetzt das zweite Spiel, in dem wir über 60 Minuten nicht ans Optimum gekommen sind“, so der Trainer.
Am Donnerstag, 24. Februar, geht es für die Recken in Göppingen weiter.
Recken: Ebner, Lesjak – Cehte 3, Roscheck, Martinovic, Mävers 3, Hansen 9/6, Pevnov, Kuzmanovski, Böhm 1, Krone, Edvardsson 1, Brozovic, Fischer 3, Feise 6, Büchner.
Kiels beste Torschützen: Ekberg 9/7, Wiencek 6 und Sagosen 5.         haz/gsd

Kommentare