Handball-Bundesliga

Recken empfangen Donnerstag das Schlusslicht

Handballer stehen in einer Reihe
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Können die Recken auch nach dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten jubeln?

Hannover - 0:16-Punkte, letzter Platz in der Handball-Bundesliga – da müsste doch ein Sieg drin sein. Doch bei der TSV Hannover-Burgdorf ist man gewarnt, wie Trainer Christian Prokop zu verstehen gibt: „Das ist ein gefährlicher Gegner“, mahnt er vor dem Match gegen die Westfalen am Donnerstag um 19.05 Uhr in der ZAG-Arena.

„Bei Minden geht der Trend nach oben“, sagt der Recken-Trainer und fordert großen Kampf von seiner Mannschaft ein. „Ein wichtiges Spiel, wir wollen die zwei Punkte“, meinte auch Torwart Urban Lesjak, der sich zu einer möglichen Vertragsverlängerung noch nicht konkret äußern wollte. Schließlich können die Hannoveraner mit dem zweiten Sieg in Folge nach dem nicht unbedingt erwartetet Erfolg beim HC Erlangen ihr eigenes Punktekonto auf 6:10-Zähler stellen. Damit wäre man zumindest vorerst aus dem Tabellenkeller heraus.
Der Sieg in Erlangen habe für ein „befreiendes Gefühl“ gesorgt, verrät Prokop – „Wir arbeiten beharrlich an der Sache“, so der Ex-Bundestrainer weiter. „Wir hatten wieder eine gute Trainingswoche.“ Freude löse auch aus, dass gegen Minden wohl endlich einmal wieder vor einer etwas größeren Kulisse gespielt werde. Rund 3 000 Tickets sind bereits abgesetzt worden – sie und die aktuell noch verkauften Tageskarten würden für den Rekordbesuch in dieser Handball-Saison der TSV Hannover-Burgdorf sorgen.
GWD Minden kommt mit mehreren alten Bekannten nach Hannover: Zu Torwart Malte Semisch und Trainer Frank Carstens gesellt sich aktuell neu auch Joshua Thiele, der mit seinen 100 Kilo für viel Wucht am Kreis sorgt. Für Recken-Neuzugang Bastian Roscheck und auch Coach Prokop gibt es zusätzlich ein Wiedersehen mit Niclas Pieczkowski und Maximilian Janke, die früher zusammen beim SC DHfK Leipzig waren. Insgesamt galt es für GWD-Trainer Carstens, gleich zwölf Neue in die Mannschaft zu integrieren – die personelle Zäsur bei den Westfalen war vor der Saison doch gewaltig. 
Und die Abgänge schwerwiegend: Torgarant Christopher Rambo ging nach Norwegen zurück, Nationalspieler Juri Knorr wechselte zu den Rhein-Neckar Löwen und Kevin Gulliksen zu FA Göppingen, um nur die wichtigsten der neun Abgänge zu nennen. Angesichts des Tabellenstands schient der Umbruch aber längst nicht gelungen zu sein.
Bei den gastgebenden Recken fehlen auch am heutigen Donnerstagabend weiter Torhüter Domenico Ebner, Spielmacher Jonathan Edvardsson und Kreisläufer Evgeni Pevnov, der nach vier Wochen Pause noch nicht wieder bei 100 Prozent ist. Auch beim Schweden Edvardsson wird es noch dauern bis zum Comeback.    haz/gsd  

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