Handball-Bundesliga

Recken mühen sich zum 27:23-Sieg gegen Aufsteiger Coburg

Handballer wirft auf das Tor
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Evgeni Pevnov steuert gegen Coburg einen Treffer zum knappen Sieg der Recken bei.

Hannover - Was für eine schwere Geburt! Die Recken feiern den zweiten Heimsieg in der Handball-Bundesliga, bezwingen den HSC 2000 Coburg vor 1247 Zuschauern mit 27:23 (13:11). Das Kontingent von 2000 zugelassenen Besuchern wurde erneut nicht ausgeschöpft. 

Vor drei Wochen hatten die Recken den Test gegen die Oberfranken mit 28:35 verloren. Das hatten sie zu Beginn wohl noch in den Hinterköpfen. Nachdem Ilija Brozovic schon nach 43 Sekunden die erste Strafe kassiert hatte, legten Jannes Krone, Fabian Böhm und Brozovic ein 3:0 vor. Erst nach 8:14 Minuten erzielte der HSC durch Florian Billek den ersten Treffer. Schon in dieser Anfangsphase war erneut nicht zu übersehen, wie viele Chancen die Hannoveraner liegen ließen. Nach nur zehn Minuten waren es bereits sechs, allein Linksaußen Vincent Büchner scheiterte dreimal freistehend an HSC-Schlussmann Konstantin Poltrum, der nach dem ersten Abschnitt sieben Paraden aufzuweisen hatte. Nicht minder stark aber auch Recken-Torhüter Urban Lesjak mit sechs abgewehrten Würfen – am Ende waren es starke 18 Paraden! Mehrfach klappten beim Team von Trainer Carlos Ortega auch die Anspiele an den Kreis zu Brozovic und Evgeni Pevnov nicht – die von Coach Ortega propagierte alte spanische Handball-Schule. So kam Coburg besser ins Spiel und glich zum zwischenzeitlichen 3:3, 5:5 und 6:6 aus. Sollte das eine zähe Angelegenheit werden? Alfred Jönsson und Böhm hatten etwas dagegen, sorgten für das 8:6. Beim 11:7 durch Krone betrug der Vorsprung erstmals vier Treffer. Doch diese verflixten Ballverluste in der Offensive – sie hörten einfach nicht auf! Ivan Martinovic warf zwar zum 12:9 ein, doch zur Pause war die Führung auf zwei Tore zum 13:11 zusammengeschrumpft. Und ehe sich die Recken versahen hieß es nach Wiederbeginn schnell 13:13. Beim 14:14 hatte Keeper Lesjak seinen ersten großen Auftritt: Er wehrte den Siebenmeter von Billek ab – und in der 47. Minute sogar den zweiten vom gleichen Gästespieler. Da führten die Gastgeber 19:17. Aber die HSCer gaben nicht etwa klein bei, sondern machten den Recken das Handball-Leben weiter schwer – ein couragierter Aufsteiger! Der beim 19:20 wieder dran war, dann aber abreißen lassen musste. Krone traf zum 22:19 und diesen Vorsprung brachte das Ortega-Team dann auch ins Ziel. Maßgeblichen Anteil daran hatte in der Schlussphase vor allem Filip Kuzmanovski, der mit seinen beiden wuchtigen Treffern zum 24:20 den Weg zum zweiten Sieg bereitete. Aber es war eben ein hartes Stück Arbeit. „Torwart Lesjak war der Schlüssel zum Sieg“, meinte Recken-Trainer Carlos Ortega. „Kuzmanovski macht immer mehr mit dem Team, das ist sehr wichtig.“ „Wir haben wieder viele freie Chancen liegen lassen“, kritisierte Sportchef Christophersen. „Da fehlt uns noch die Kaltschnäuzigkeit. Für Kuzmanovski freue ich mich, er hat Verantwortung übernommen. Und Lesjak ist konstant ein guter Rückhalt. Krone hat sehr anständig gespielt und seine Aufstellung gerechtfertigt.“ Ivan Martinovic: „Wir haben uns schwer getan, aber wir sind hungrig. Die Punkte sind gut fürs Selbstvertrauen. „Kapitän Böhm: „Wir sind in dieser Saison angekommen. Wir haben nicht souverän, aber sicher gewonnen. Und die jungen Spieler haben Pfeffer im Hintern.“ Coburgs tschechischer Coach Alois Mraz: „Wir konnten gut mithalten, hatten keinen längeren Bruch im Spiel. Zum Schluss war es aber klar für Hannover.“ Recken: Lesjak, Ebner – Cehte, Kuzmanovski 3, Martinovic 6, Mävers, Hansen 1/1, Pevnov 1, Jönsson 4, Böhm 3, Krone 3, Donker, Hanne, Brozovic 5, Feise 1, Büchner. Beste Coburger Torschützen: Zetterman 4, Billek 4/1, Preller 3/1, Sproß 3, Nenadic 3, Schröder 3.  

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