Handball-Bundesliga

Recken ohne Trainer Prokop in Berlin

Handballer wirft
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Filip Kuzmanovski (hier im Spiel gegen Stuttgart) tritt am Sonntag mit den Recken zum Auswärtsspiel bei den Füchsen an.

Hannover - Unter einem besonderen Vorzeichen tritt Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf am Sonntag (16.05 Uhr, Sky) bei den Füchsen Berlin an. Trainer Christian Prokop wird nicht auf der Bank sitzen oder von Spielfeldrand aus coachen – er ist wegen Corona in häuslicher Quarantäne. Prokops Job werden sich Co-Trainer Heidmar Felixson und Sportchef Sven-Sören Christophersen teilen.

Felixson, der sonst die zweite Recken-Mannschaft in der 3. Liga betreut, leitete auch schon das Training der Profis. Nach der Niederlage in Magdeburg hatten die recken nun neun Tage Zeit, sich auf das nächste schwere Auswärtsmatch in der Max-Schmeling-Halle vorzubereiten.
Wie schwierig die Partie in der Hauptstadt wird, lässt sich schon allein am Tabellenstand ablesen. Die Füchse sind als zweiter der erste Verfolger von Spitzenreiter Magdeburg mit 19 Siegen, drei Unentschieden und nur drei Niederlagen. Nur vier Teams haben mehr Tore erzielt als die Berliner, nur zwei haben weniger Gegentreffer kassiert. Mit dem schon 40-jährigen Dänen Hans Lindberg hat Trainer Jaron Siewert, dessen Team aber gerade aus der European League ausschied, den zweitbesten HBL-Torschützen in seinem Team, der bereits 170 Mal erfolgreich war und als „Siebenmeter-Maschine“ gilt.
„Wir müssen aber auf uns selbst schauen nach dem unrhythmischen Jahresbeginn“, sagt Christophersen. „Schon komisch, dass wir im April sind und noch ein Drittel der Saison vor uns haben. In Berlin wollen wir ein gutes Bild abgeben.“ Lindberg könne gern zehn Tore werfen, wenn man den Rest des Berliner Teams kontrollieren könne. Was sicherlich schwer sein dürfte. Bei den Recken fehlen weiter Ivan Martinovic, Martin Hanne und Kapitän Fabian Böhm. Johan Hansen (Dänemark), Filip Kuzmanovski (Nordmazedonien), Nejc Cehte (Slowenien) und Jonathan Edvardsson (B-Team Schweden) sind kommende Woche bei ihren Nationalteams in Sachen WM-Qualifikation.
 Gemäß der neuen, seit vergangenem Samstag geltenden Corona-Schutzverordnung können die Recken ihre Heimspiele wieder ohne Einschränkungen durchführen. Somit entfällt ab sofort unter anderem jegliche Nachweis- sowie Maskenpflicht. Losgelöst davon wird jedoch empfohlen, weiterhin gewisse Hygiene-Richtlinien wie das Tragen einer Atemschutzmaske oder das Halten von Abstand zu beachten und umzusetzen, um mit der aktuellen Situation weiterhin    verantwortungsbewusst umzugehen.
Nach über zwei Jahren, die von Einschränkungen und Corona-Maßnahmen dominiert wurden, ist die neue Schutzverordnung der nächste Schritt zurück zur Normalität. Das meint auch Geschäftsführer Eike Korsen: „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Fans mit der neuen Verordnung nun wieder den uneingeschränkten Besuch unserer Heimspiele möglich machen können. Mit der Aufhebung der Maßnahmen gewinnen wir weitere Planungssicherheit für alle Zuschauer. Nach Ostern liegen spannende Gegner und reizvolle Spieltage vor uns, die einen tollen Rahmen für Gemeinschaftserlebnisse mit Freunden und Familie versprechen.“
Einzeltickets für die kommenden Recken-Heimspiele sind erhältlich über den Online-Ticketshop (www.ticket-onlineshop.com/ols/recken/de), die Ticket-Hotline oder die Recken-Geschäftsstelle.  haz/gsd

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