Handball-Bundesliga

Recken nach Niederlage beim THW Kiel jetzt gegen Coburg

Handballer wirft auf das Tor
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Justus Fischer trifft am Donnerstag mit den Recken erneut auf den HSC Coburg, gegen den es im Testspiel eine 28:35-Niederlage gab.

Hannover - Die Recken im, Stress: Am Dienstagabend das Bundesliga-Spiel mit der Niederlage beim THW Kiel. Am Donnerstag schon das nächste, das zweite Heimspiel gegen den HSC 2000 Coburg. In der ZAG-Arena sind ab 19 Uhr wieder 2000 Zuschauer zugelassen.

In Kiel zeigte die TSV Hannover-Burgdorf bei der 31:34 (18:17)-Niederlage 40 Minuten eine akkurate Vorstellung. Die Recken ärgerten den Meister über weite Strecken, aber eben nicht bis zum Schluss. Am Ende ging dem Team von Trainer Carlos Ortega die Luft, die Kräfte schwanden. Erfreulich aber, dass Filip Kuzmanovski längere Einsätze hatte und einige gute Aktionen dazu. Der Nordmazedonier braucht jetzt noch jede Menge Spielpraxis, um zu einer vollwertigen Kraft zu werden. Ebenso positiv auch, dass Nejc Cehte sein Comeback feierte und sogar traf. Auch Ivan Martinovic knüpfte an sein gutes Spiel gegen Minden an.

Ganz offen antwortete Kapitän Fabian Böhm auf die Frage bei Sky, was fehlte: „Eine bessere Leistung von mir! Wir haben sechs, sieben Tore gekriegt, auf die wir uns eigentlich vorbereitet hatten. Kiel hat offensiv gedeckt, dagegen haben wir uns schwer getan.“

Die Recken führten 1:0 und später 8:5 (14.), 10:8 (18.) und 13:10 (22.). Das sah gut aus – auch weil Torwart Urban Lesjak mit sieben Paraden in der ersten Halbzeit glänzte. Gut aufgelegt war auch der neue Rechtsaußen Johan Hansen, der zur 15:12-Führung bereits sein achtes Tor beisteuerte. Dann brachte Kiels Coach Jicha Torwart-Oldie Mattias Andersson (42), der reaktiviert wurde, weil Top-Schlussmann Landin verletzt ist. Ebenso fehlte Kiel der neue norwegische Super-Star Sander Sagosen (Muskelfaserriss).

Zur Pause behaupteten die recken noch eine 18:17-Führung, ehe Wienczek nach 37 Minuten beim 22:21 die erste THW-Führung gelang. In der Phase drehte Kiel das Spiel – das konnte auch Recken-Slowene Cehte nicht verhindern. Wiederholt scheiterten die recken nun auch an Kiel-Keeper Quenstedt, sodass die Gastgeber nach 50 Minuten ihre Führung auf 30:26 ausbauten. Gegen die Wucht des THW war kein Recken-Kraut mehr gewachsen. „Die zweite Halbzeit hat keinen Spaß mehr gemacht“, meinte Hannovers Schwede Alfred Jönsson, der als Mittelmann durchaus überzeigte. „Kiels Tempogegenstöße und die Torwartleistung waren entscheidend“, so Jönsson.

Recken: Lesjak, Ebner – Cehte 1, Kuzmanovski 3, Martinovic 5, Mävers, Hansen 9/3, Pevnov 3, Jönsson 4, Böhm, Krone, Donker, Hanne, Brozovic 5, Feise 1, Büchner.  

Für die Partie gegen Coburg waren gestern 1139 Tickets verkauft. Vor drei Wochen verloren die Recken den Test gegen den Erstliga-Rückkehrer in der Swiss-Life Hall. Die bisherigen Partien verlor das Team vom tschechischen Trainer  Alois Mraz mit  26:33 in Lemgo und 22:29 gegen Leipzig. Nur wenige Spielernamen sind der breiteren Öffentlichkeit bekannt: Dazu gehören Tschechen-Torwart Jan Kulhanek und der früher für Gummersbach spielende Iraner Pouya Norouzinezhad.

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