Recken hoffen beim HC Erlangen auf den ersten Auswärtssieg

„Werden uns irgendwann belohnen”

TSV Hannover Burgdorf gewinnen Heimspiel gegen HC Erlangen
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Im letzten Heimspiel sichern sich die Recken einen hart erkämpften 27:26-Erfolg gegen die Erlanger.

Hannover – Drittes Auswärtsspiel für die Recken in der Handball-Bundesliga: Am Donnerstag (19.05 Uhr) muss die TSV Hannover-Burgdorf in der Arena Nürnberger Versicherungen beim HC Erlangen antreten. Auswärtsspiele und die Recken? Das passte in dieser noch jungen Saison bisher überhaupt noch nicht zusammen.

Das erste für Mitte September terminierte Auswärtsspiel beim TVB Stuttgart wurde auf den 12. Dezember verlegt, weil die Porsche-Arena nicht zur Verfügung stand. Das zweite wurde zum historischen Fiasko: 16:38-Debakel bei der HSG Wetzlar. Das dritte Auswärtsmatch ging dann bei Ex-Coach Jens Bürkles Balingern knapp mit 26:28 verloren.
Und jetzt in Erlangen? Wäre schon ein Punkt ein gutes Ergebnis! Doch nach vier Pleiten in Folge dürfte auch bei den Franken ein Sieg äußerst schwer fallen. „Wir stolpern aber nicht chancenlos durch die Gegend“, versucht Sportchef Sven-Sören Christophersen Optimismus zu verbreiten. „Irgendwann werden wir uns wieder belohnen, wir dürfen uns nicht von der Gesamtstimmung vereinnahmen lassen.“ Die ist nämlich alles andere als berauschend, wie auch Trainer Christian Prokop unlängst einräumte.
Unübersehbar, dass die Recken weiterhin an dem unter Prokop gegenüber Vorgänger Carlos Ortega veränderten Spielsystem knapsen. „Das braucht eben weiter Zeit, wir müssen diese schwierige Phase überstehen.“ Klingt aber eben auch wie eine Durchhalteparole. Ein Hintergrund der Talfahrt ist aber auch, „dass der eine oder andere Leistungsträger nicht performt“, wie es selbst Christophersen ausdrückt. Angesprochen fühlen dürfen sich Fabian Böhm, Nejc Cehte und Filip Kuzmanovski. 
Kapitän Böhm spielte zwar eine ordentliche erste Halbzeit gegen Berlin, war danach aber kaum noch zu sehen. Der slowenische Halbrechte Cehte läuft schon seit Saisonbeginn (und einer Verletzung) seiner Form hinterher. Von seiner gefürchteten „linken Klebe“ ist fast nichts zu sehen. Und Kuzmanovski hat höchstens in der Defensive Einsatzzeiten – könnte auch mit den Trainings-Leistungen zusammenhängen. Außerhalb jeglicher Diskussion steht Torwart Urban Lesjak, der nach „Ebbo“ Ebners Ausfall die volle Last trägt. Mit dem nachverpflichteten Matthias Ritschel hat der Slowene zumindest eine gute Absicherung hinter sich. Aber auch im Tor braucht es manchmal ein Tick mehr. Apropos Ritschel: Vergangene Saison vertrat er in Erlagen den damals verletzten Klemen Ferlin. Heute ist er im Aufgebot des Gegners aus Hannover.
„Es fehlen überall ein paar Prozentpunkte“, räumt Christophersen ein und verweist auch auf den harten Start-Spielplan. Nächsten Donnerstag wird es wohl etwas leichter: Dann kommt Minden. Da zählt jetzt schon nichts anderes als ein Sieg.     haz/gs

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