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Recken siegen bei den Rhein-Neckar Löwen

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Handballer in Aktion
Filip Kuzmanovski erzielt fünf Treffer beim Auswärtssieg der Recken. © Kaletta

Hannover - Erfreulicher und erfolgreicher Jahresabschluss für die TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga: Der Klub fuhr in seinem letzten Spiel 2021 vor der jetzt folgenden, sechswöchigen EM-Pause einen 31:26 (16:15)-Auswärtssieg bei den schwer angeschlagenen Rhein-Neckar Löwen ein. 

Die Recken besserten ihre Auswärtsbilanz mit dem vierten Sieg in der Fremde auf.
„Ein schönes Gefühl“, freute sich Hannovers Kreisläufer Evgeni Pevnov nach dem bereits vierten Auswärtserfolg in der SAP-Arena, womit die Recken in fremden Hallen erfolgreicher sind als zuhause. „Wir hatten uns auf einen knallharten Fight vorbereitet“, meinte er weiter. Doch dazu kam es eigentlich gar nicht. Denn die Mannheimer enttäuschten nach dem 26:36 in Erlangen auch in eigener Halle auf der ganzen Linie ohne ihre Stars Uwe Gensheimer (Achillessehnen-Probleme) und Jannik Kohlbacher (Adduktoren-Probleme), die beide verletzt fehlten. Und der Schweizer Löwen-Star Andy Schmid war nur ein Schatten seiner selbst.
Was aber die Leistung der Recken nicht schmälern soll. Sie führten zunächst, lagen aber schnell 3:5 hinten. Trainer Prokop nahm schon nach 8:40 Minuten die erste Auszeit, nordete sein Team ein: „Wir haben vorne nur Scheiß-Pässe und keine Geduld!“, schimpfte der Ex-Bundestrainer. Das zeigte Wirkung! Nachdem Torwart Ebner einen Siebenmeter von Schmid parierte, drehten die Recken das Match, lagen zur Pause vorn und bauten den Vorsprung auf 19:15 aus, ehe die Löwen aber auf 19:20 verkürzten. Nach dem 25:20 (45.) hatte Hannover die Partie aber im Griff.
Ein entscheidender Faktor war eben auch Pevnov am Kreis, der fünfmal stark angespielt wurde und erfolgreich abschloss. Auch Kuzmanovski zeigte wieder eine gute Partie, steuerte wie Rechtsaußen Hansen fünf Treffer bei.
„Wir sind sehr glücklich, dass wir zum Jahresabschluss noch mal zwei Punkte holen konnten“, meinte Trainer Prokop hinterher. „Ich hatte schon in den vergangenen Wochen gesagt, dass der Trend in die richtige Richtung geht. Nach dem unglücklichen Pokal-Aus und zwei knappen Bundesliga-Niederlagen wollten wir alles dran setzen, das Jahr erfolgreich zu beenden, um mit einem guten Gefühl in die Pause zu gehen. Das hat sich unsere Mannschaft total verdient durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. Unsere Abwehr hat sehr aufopferungsvoll füreinander gekämpft. Mit großem Teamgeist haben wir die Partie zu Ende gespielt. Darüber sind wir sehr glücklich.“
Als „sehr ernüchternd“ bezeichnete Mannheims Juri Knorr, der als Ungeimpfter deshalb die EM verpassen wird, die Partie. „Uns fehlt die Leichtigkeit, es hat nicht klick gemacht.“ Löwen-Trainer Klaus Gärtner sprach davon, dass auch diese Niederlage wie schon die in erlangen peinlich und katastrophal gewesen sei.
Recken: Ebner, Lesjak – Cehte 1, Roscheck 2, Martinovic 2, Mävers 2, Hansen 5/1, Pevnov 5, Kuzmanovski 5, Böhm, Krone, Edvardsson 3, Brozovic 1, Feise 3, Büchner 2.
Beste Löwen-Torschützen: Knorr 4, Kirkelokke 4, Zacharias 3, Ahouansou 3, Nilsson 3.   haz/gsd

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