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Recken bezwingen Stuttgart

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Handballer beim Wurf
Branko Vujovic setzt sich am Kreis durch. © Kaletta

Hannover - Nach zwei enttäuschenden Auftritten hat sich Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf mit einer guten Leistung zurückgemeldet. Vor 5 357 Zuschauern bezwangen die Recken den TVB Stuttgart mit 27:22 (14:8). Der Heimsieg war zu keiner Zeit gefährdet.

Mit Veit Mävers und Bastian Roscheck mussten die Recken auf zwei erkrankte Spieler verzichten. Dafür berief Coach Prokop Ayar und Ehlers mit ins Aufgebot. Für die ersten Treffer sorgten aber andere: Ilija Brozovic, seit Wochen in guter Form, Branko Vujovic und Vlad Kulesh brachten die Gastgeber mit 3:0 in Front. TVB-Coach Schweikardt versuchte den ersten taktischen Trick, ließ mit einer 5:1-Deckung mit de Spanier Jimenez auf der Spitze. Das brachte die Hannoveraner aber ebenso wenig aus dem Konzept wie später der zweite Taktik-Kniff mit einer 7:6-Überzahl.
Zwar kamen die Schwaben auf 3:4 heran, obwohl Recken-Keeper Ebner einen Siebenmeter von Jimenez parierte, doch in der Folge bauten die Hausherren ihren Vorsprung gleich wieder aus. Brozovic, Kapitän Marius Steinhauser und Kulesh schraubten das Resultat auf 9:4 (20.), weil auch die Deckung solide stand und die Stuttgarter mehrfach ins Zeitspiel drängte. Zudem zeigte sich der nach der Saison nach Leipzig abwandernde Torhüter Ebner wieder in Topform und parierte bis zur Halbzeit sechs TVB-Würfe.
Positiv auf das Spiel der Recken wirkte sich zudem aus, dass Prokop zumindest zu Beginn mit der „Kielce-Zange“ spielen ließ: Auf halblinks Kulesh (2,06 Meter), auf halbrechts Vujovic (1,97 Meter) – beide spielten letzte Saison schon bei Champions League-Starter Kielce (Polen) zusammen. Bis zur Halbzeit hatten beide je zweimal getroffen. Und Gäste-Schlussmann-Ikone Heinevetter war stinksauer, als Michalczik mit einem „Buzzer-Beater“ zum 14:8-Pausenstand traf.
Nach dem Wechsel bauten die Recken ihren Vorsprung auf 19:12 (44.) aus und ließen gegen die Schwaben auch in der Folge nichts mehr anbrennen. Souverän spielten sie die Partie runter, auch wenn sich die Führung zum Ende hin noch etwas verringerte.
„Wir sind froh über die zwei Punkte“, begann Trainer Prokop sein Statement. „Eine emotionale, griffige Abwehrarbeit war ausschlaggebend plus Domenico Ebner im Tor. „Im Angriff war das Tempospiel in der ersten Halbzeit der Grundstein.“ Auch Sportchef Sven-Sören Christophersen war happy: „Das war ein toller Brustlöser nach einer schwierigen Trainingswoche.“ Und Torwart Ebner strahlte hinterher: „Wir haben Stuttgart nicht zur Entfaltung kommen lassen.“ Kreisläufer Evgeni Pevnov: „Alle haben ihren Job über dem Durchschnitt gemacht. Die Zahlen sprechen dafür, dass wir in der ersten Halbzeit gut in der Abwehr standen.“ Weiter geht es jetzt mit Auswärtsspielen in Gummersbach und Göppingen (beide Bundesliga) sowie im Pokal in Dessau.  
Hannover: Quenstedt, Ebner – Vujovic (2), Uscins (2), Pevnov (2), Kuzmanovski (2), Steinhauser (4), Michalczik (5), Kulesh (2), Gerbl (2/2), Brozovic (4), Fischer, Feise (2), Büchner, Ayar, Ehlers.
Beste Stuttgarter: Pfattheicher 7/2, Sliskovic 4, M. Häfner 3.               haz/gsd

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