Handball-Bundesliga

Recken gegen Lemgo vor mehr als 2000 Fans

Handballer beim Werfen
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Vor dem Start in die Bundesliga-Saison muss die TSV Hannover-Burgdorf eine 25:27-Niederlage im Test gegen Pokalsieger Lemgo hinnehmen. Das Liga-Spiel gewinnen die Recken mit 33:31.

Hannover - „100 Prozent Spannung und Feuer!“ Das kündigt Christian Prokop den erwarteten gut 2 000 Zuschauern in der ZAG-Arena am Donnerstag (19.05 Uhr, Sky) gegen den TBV Lemgo Lippe an. Allerdings plagen Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf trotz der jüngsten Spielabsage in Göppingen Personalprobleme. Welche, wollte der Recken-Trainer nicht verraten. Er bestätigte nur, dass nach wie vor Martin Hanne dazu zählt. Bei den anderen beiden drohenden Ausfällen soll es sich um nicht unmaßgebliche Akteure handeln.  

Lemgo ist für die Recken ein Lieblingsgegner. Die letzte Niederlage gab es 2017. So soll es nach Ansicht von Kreisläufer Ilija Brozovic auch bleiben, der gerade seinen Vertrag bis 2025 verlängerte (die LDZ berichtete). Lemgo kommt gestresst nach Hannover, spielten am Dienstag noch in der European League in Finnland bei den Riihimäen Cocks 29:29. In der Gruppe B ist Lemgo Vierter und zieht in die nächste Runde ein.
Weitaus schlechter war es für das Team von Trainer Florian Kehrmann jüngst bei der deftigen 25:44-Heimpleite gegen Spitzenreiter SC Magdeburg gelaufen. Lemgos Stressprogramm spielt aber für die Recken keine Rolle. Die Westfalen sind neben der Bundesliga und der European League auch noch im DHB-Pokal dabei. Am Sonntag empfangen sie dabei im Viertelfinale in eigener Halle die MT Melsungen. Wegen dieses Nachholspiels wurde das TBV-Spiel in Hannover auf den heutigen Donnerstag vorgezogen.
Trotz der 44 Gegentore gegen Magdeburg sieht Prokop den TBV als „cleveres Team“, das „topbesetzt“ sei. Begegnen müsse man Lemgo mit „gutem Pass- und Tempo-Spiel und mit hoher Qualität bei unserer eigenen Leistung“.
Für die Recken, die mit nur 19 Partien die wenigsten Spiele in der Liga absolviert haben, sei das Lemgo-Match „enorm wichtig“, so Prokop. Schließlich sind die Hannoveraner mit zwei Niederlagen in dieses Handballjahr gestartet – allerdings gegen die Topteams Kiel und Flensburg. „Jetzt sind wir froh, wieder eingreifen zu können“, so der Recken-Coach. 
Für Ilija Brozovic spielen die endlich wieder mehr zugelassenen Zuschauer eine wichtige Rolle. „Sie machen den Unterschied, sie geben uns Energie“, meinte die kroatische Kreisläufer-Kante im Vorfeld der heutigen Partie. Aufzupassen gilt es bei Lemgo besonders auf Linksaußen Bjarki Elisson, der in Finnland am Dienstag nicht zum Einsatz kam, wie Prokop im TV beobachtete. Der Isländer ist in der HBL-Torschützenliste mit 135 Treffern Vierte. Auf Platz 15 rangiert Hannovers Ivan Martinovic mit 95 Toren. Macht er heute die 100 voll?                haz/gsd

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