TSV Hannover-Burgdorf muss sich mit 23:34 geschlagen geben

Magdeburg viel zu stark für die „Rumpf-Recken“

Sieben Tore von Timo Kastening reichen nicht, um gegen Magdeburg zu bestehen.

HANNOVER  Dreimal hatten die Recken zuletzt auswärts in der Handball-Bundesliga in Göppingen, Berlin und Flensburg mit jeweils einem Treffer Unterschied verloren. Beim SC Magdeburg war an ein so knappes Ergebnis nicht zu denken. Vor 6600 Zu-schauern gab es eine angesichts der Ausfälle nicht unerwartete 23:34 (12:16)-Niederlage.

Ohne das „Ausfall-Quintett“ Häfner, Pevnov, Atman, Johannsen und Patrail schienen die „Rumpf-Recken” von An-fang an auf verlorenem Posten zu stehen. So sah es in der Anfangsphase nach einem Debakel für die Gäste aus, als der SCM durch O’Sullivan (2), Schweden-Neuzugang Lagergren und Musa auf 4:0 wegzog. Trainer Carlos Ortega reagierte sofort mit der ersten Auszeit nach nur 3:12 Minuten. Doch es wurde danach kaum besser. Timo Kastening erzielte zwar endlich den ersten Hannover-Treffer zum 1:4, doch Magdeburg baute seinen Vorsprung auf 7:2 (8.) aus. Nejc Cehte und Kastenings Siebenmeter brachten das 3:7. Wenige Minuten später hieß es 11:5 für die Hausherren, Torwart Ziemer und die TSV-Bank regten sich so sehr auf, dass die Referees eine Zwei-Minuten-Strafe gegen die Gäste gab. Danach ließ sich der SCM von den Recken immer mehr einlullen. Das Ortega-Team nahm das Tempo raus und kam vermehrt zu Torerfolgen – und verkürzte auf 12:14 dank eines 5:0-Laufes. Zur Pause war der SCM aber wieder mit 16:12 vorn. Nach dem Wechsel hatten die Recken nur noch wenig zuzusetzen. Der SCM nutzte seine personelle Überlegenheit gegen die „Rumpf-Recken“ gnadenlos aus und demoralisierte die Hannoveraner. Ortega brachte die Talente Feise, Donker, Krone und Thiele, die die bittere Niederlage miterleben mussten. Fabian Böhm bei „Sky“ nach der vierten Saisonniederlage: „Magdeburg hat uns überrannt. Wir waren nicht da, das war kein gutes Spiel von uns. Diese Packung tut richtig weh.“ Mit 8:8-Punkten sind die Recken jetzt vorerst ins Tabellenmittelfeld abgerutscht. Umso wichtiger sind jetzt die nächsten beiden Spiele. Am übernächsten Sonntag (16 Uhr) ist der HC Erlangen in der Tui-Arena zu Gast, gegen den unbedingt ein Sieg her muss. Und im DHB-Pokal treten die Hannoveraner am darauffolgenden Dienstag gegen den TBV Lemgo in der Swiss-Life Hall an. „Wir wollen wieder wie letzte Saison ins Final Four nach Hamburg“, hat Böhm schon mal die Marschroute ausgegeben. TSV: Ziemer, Lesjak – Cehte (4), Thiele, Lehnhoff (1), Böhm (6), Ugalde (1), Krone (1), Srsen, Olsen (2), Donker, Brozovic (1), Feise, Kastening (7/4). Beste Magdeburger Torschützen: Musche (9/3), Weber (5/1), Lagergren (5) und Chrapkowski (4). n haz/gsd

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