TSV Hannover-Burgdorf unterliegt bei Füchsen Berlin mit 28:29

Knappe Niederlage nach Achterbahn-Fahrt

Carlos Ortega ärgert sich über die 28:29-Niederlage.

HANNOVER Handball wie auf der Achterbahn am Donnerstagabend bei den Füchsen Berlin: Für die Recken endete die Tour in der Talsohle. Nach 34 Minuten lag Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf vor 5748 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle 14:19 zurück, führte nach 51 Minuten 25:23 – um dann doch noch 28:29 (14:16) zu verlieren. 

Wie in Göppingen eine Niederlage, die nicht sein musste! 

Neben Kai Häfner und Torge Johannsen musste Recken-Coach Carlos Ortega dabei auch auf Mait Patrail (Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelsäulenbereich) verzichten. So war der Rückraum noch weiter ausgedünnt. Dennoch gingen die Gäste durch Cristian Ugalde, der gegen Minden pausierte, gestern aber auf Linksaußen begann, 1:0 in Front. Was aber schon die einzige Führung in der ersten Halbzeit bedeutete, denn nach Johan Kochs Ausgleich lagen bis zur Pause die Füchse stets mit mindestens einem Treffer in Führung. Durchweg liefen die Recken diesem Rückstand hinterher, weil ihnen immer wieder Ballverluste im Angriff und leichte Fehler unterliefen. Zwar konnte Ilija Brozovic nochmal zum 4:4 ausgleichen, in der Folge hielt Berlin die Niedersachsen aber in Schach, schloss auch Tempogegenstöße erfolgreich ab. 7:5 (15.), 11:9 (24.) – so lauteten weitere Zwischenstände. Und Brozovic verletzte sich auch noch am Hals, trug eine Krause zum Schutz. Mit einem 14:16-Rückstand ging's in die Kabine... ...aus der die Recken nicht konzentriert genug herauskamen. Die Füchse legten noch drei weitere Tore nach, führten nach 34 Minuten 19:14. Alles entschieden? Noch nicht! Ortega stellte auf 5-1-Deckung mit Ugalde auf der Spitze, was Berlin verwirrte. Timo Kastening traf und der neue Slowene Nejc Cehte drosch den Ball dreimal ins Tor vom nach Berlin gewechselten Malte Semisch, der Silvio Heinevetter im Tor abgelöst hatte. Und nach 40 Minuten glich Lars Lehnhoff tatsächlich zum 19:19 aus. Damit war kaum zu rechnen. Doch Paul Drux antwortete mit dem 21:19, aber Hannover wirkte nun stabiler und ging durch Fabian Böhm 24:23 und Ugaldes Siebenmeter 25:23 in Front. Reichte aber nicht, weil Heinevetter die Recken nervte, beim 27:26 einen weiteren Siebenmeter von Ugalde hielt. So wurde es wie in Göppingen wieder eine unnötige Ein-Tore-Pleite. „Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht, das war ein starker Auftritt“, meinte Rückraumspiele Böhm. „Es war deutlich mehr drin. Wir sind unzufrieden, wollten entweder in Göppingen oder Berlin gewinnen. Jetzt müssen wir zwei Punkte woanders holen.“ Das nächste Spiel steigt erst am übernächsten Sonntag (16 Uhr) in der Tui-Arena gegen Ludwigshafen. TSV: Ziemer, Lesjak - Cehte (3), Thiele, Pevnov (2), Lehnhoff (1), Atman, Böhm (6), Ugalde (3/2), Krone, Srsen, Olsen (5), Brozovic (2), Feise, Kastening (6/1). Beste Berliner Torschützen: Zachrisson (7), Drux (6), Wiede (6/1). n haz/gsd

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