Letztes Heimspiel 2018 für die Recken gegen Göppingen

Kapitän Häfner ist nur WM-Zuschauer

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Kai Häfner wurde von Bundestrainer Christian Prokop nicht für den 18er-Kader der Handball-Nationalmannschaft nominiert.

HANNOVER n Bittere Weihnachten für Kai Häfner! Der Recken-Kapitän wurde von Bundestrainer Christian Prokop nicht für den 18er-Kader der Handball-Nationalmannschaft nominiert, der die Heim-WM am 10. Januar 2019 beginnt. Der Europameister erfuhr davon in einem Telefonat mit dem Coach.

Ganz überraschend kam die Nicht-Berücksichtigung indes nicht. Häfner war schon beim Test-Länderspiel gegen Polen in der vergangenen Woche in Rostock nicht dabei. Dafür wurde wie erwartet Rückraumspieler Fabian Böhm nominiert.

Natürlich war Häfner enttäuscht. „Ich gebe den Traum noch nicht auf, gebe weiter Gas“, meinte der Schwabe, dessen langer verletzungsbedingter Ausfall wohl zur Streichung für die Heim-WM geführt haben dürfte. Er hatte sich in der Vorbereitung eine langwierige Bauchmuskelzerrung zugezogen. Erst am 18. Oktober gab Kai Häfner seinen Liga-Einstand bei Hannovers Auswärtsspiel in Stuttgart. Seitdem hat er fast durchweg immer überzeugt. Bei den Recken sorgte die Nicht-Berücksichtigung für Unverständnis. Sowohl Sportchef Sven-Sören Christophersen als auch Teamkollege Böhm konnten sie nicht verstehen. „Mir tut es leid für Kai, ich hätte gerne die WM mit ihm gespielt“, meinte Böhm, der für die Rückraum links-Position vorgesehen ist. Ob er am Sonntag (16 Uhr) im letzten Bundesliga-Heimspiel der Recken in diesem Jahr gegen FrischAuf Göppingen nach seiner Wadenverletzung aus dem Polen-Länderspiel wieder zur Verfügung steht, bleibt abzuwarten. Neuen Schwung versprechen sich die Hannoveraner jetzt vor allem von ihrem Pokal-Coup am Dienstag. Der Einzug ins Final Four in Hamburg soll das Team von Trainer Carlos Ortega auch in der Bundesliga beflügeln, in der es zuletzt enttäuschende 2:14-Punkte in Folge gab, die die Mannschaft auf Platz 14 abrutschen ließe. Das Hinspiel in Göppingen hatten die Recken mit 26:27 verloren – das erste von bisher fünf Partien, die mit nur einem Tor Unterschied verloren gingen. Die Schwaben, die vergangene Saison ein Remis in der Tui-Arena holten, kommen mit 8:12-Auswärtspunkten, ge-wannen beim Bergischen HC, in Erlangen, in Magdeburg und Minden. Mit Marcel Schiller (109 Treffer) haben sie den drittbesten Torschützen der HBL in ihren Reihen. Hannovers Rechtsaußen Timo Kastening liegt mit 88 Toren auf Rang acht. Das letzte Heimspiel des Jahres ist nochmal ein Zuschauermagnet. Mehr als 7700 Fans haben sich bereits ein Ticket gesichert. Das letzte Spiel 2018 bestreitet das Ortega-Team am 26. Dezember (16 Uhr) beim Bergischen HC in Wuppertal. Fixiert wurden inzwischen die Recken-Auswärtstermine im EHF-Cup: Am 16. Februar um 19.30 Uhr bei RK Nexe Nasice (Kroatien), am 24. Februar um 13 Uhr bei Grundfos Tatabanya (Ungarn) und am 24. März um 19 Uhr bei Eurofarm Rabotnik Bitola (Ma-zedonien). n haz/gsd

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