Jubel bei der TSV Hannover-Burgdorf

Recken erstmals im Viertelfinale des EHF-Cups

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Die Recken jubeln, denn sie haben zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Einzug ins Viertelfinale des EHF-Cups geschafft.

HANNOVER - Die Recken haben ihren bislang größten Erfolg klargemacht. Im letzten Gruppenspiel des EHF-Cups besiegte Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf die Kroaten von RK Nexe Nasice vor 3614 Zuschauern unerwartet klar mit 32:22 (14:9) und zog damit ins Viertelfinale ein.

Das wird am kommenden Dienstag in Wien ausgelost. Als Gegner kommen nur die Füchse Berlin oder der FC Porto (Portugal) infrage. 

„Wir haben gezeigt, was in uns steckt“, war Rechtsaußen Timo Kastening nach dem enthusiastisch gefeierten Sieg gegen Nexe happy. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Die Stimmung in der Halle war die beste seit unserem Bundesliga-Aufstieg 2009.“

Auch Recken-Sportchef „Smöre“ Christophersen konnte es kaum fassen: „Nach dem Remis gegen Tatabanya waren wir fast raus. Und jetzt haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht wie schon in Bitola. In dieser wichtigen Saisonphase zeigen wir wieder unser bestes Niveau.“ Und auch Nationalspieler Fabian Böhm war überglücklich: „Das hat Riesen-Spaß gemacht! Wahnsinn! Ich hoffe, unsere Reise geht bis nach Kiel.“ Dort wird das Final Four ausgetragen, für das der THW (Sieger Gruppe D) automatisch qualifiziert ist – deshalb gibt es auch nur drei Viertelfinals.

Nur zu Anfang bestanden leise Zweifel am Sieg gegen die Kroaten, die 3:2 führten. Danach drehten die Recken die Partie zur eigenen 6:3-Führung und bauten sie in der Folge immer weiter aus. Wie in Bitola (Mazedonien) war Torwart Martin Ziemer wieder ein sicherer Rückhalt mit zwölf Paraden und zwei gehaltenen Siebenmetern.

Und erneut kniff auch die Flügelzange der Hannoveraner zu. Waren es in Bitola noch Torge Johannsen und Cristian Ugalde, waren gegen Nasice Kastening und Ugalde in Torlaune. Kastening traf zehnmal (vier Siebenmeter), der Spanier achtmal, mehrfach auch per Treffer ins verlassene Tor. Die 7-6-Taktik der Kroaten ging mehrfach nicht auf.

„Wir haben das 7 gegen 6 gut kontrolliert“, meinte Recken-Coach Carlos Ortega. „Unsere Abwehr und Ziemer waren fantastisch, unsere Außen hatten Super-Niveau. Das war ein großer Schritt für den Verein.“

Nach der Pause ließen sich die recken nicht mehr aufhalten, trafen ein ums andere Mal und demoralisierten Nasice. Von 20:14 erhöhte Hannover auf 28:14 mit einem 8:0-Lauf. Klar, dass es die Fans da von den Sitzen riss. „Es ist schwer, gegen eine so tolle Truppe hinterher zu laufen“, gestand Nexe-Coach Hrvoje Horvat, der noch aus der Bundesliga bekannt ist. „Die Recken hatten eine hohe Qualität.“ Jetzt hoffen die meisten bei den Recken, dass es im Viertelfinale mit Berlin nicht gegen eine Bundesliga-Mannschaft geht.

Am Sonntag (13.30 Uhr, Tui-Arena) steht im deutschen Oberhaus die Partie gegen die HSG Wetzlar an.

Recken: Ziemer, Lesjak – Johannsen, Cehte 2, Mävers, Thiele, Pevnov 1, Häfner 4, Atman, Böhm 2, Ugalde 8, Srsen, Olsen 4, Brozovic 1, Kastening 10/4, Büchner.

Beste Nexe-Torschützen: Barisic 4/2, Buvinic 3, Sipic 3.

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