Für Recke Ivan Martinovic wurde sein Nachteil zum Vorteil

„An erster Stelle steht die Gesundheit“

TSV Hannover Burgdorf - Rhein Neckar Loewen
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Beim Spiel gegen die Rhein Neckar Löwen kann Ivan Martinovic für die Recken noch auf dem Feld stehen.

Hannover – Die Coronakrise überschattet weiter die Handball-Bundesliga und somit auch die TSV Hannover-Burgdorf. „Am Karfreitag waren es genau vier Wochen seit dem letzten Training“, sinnierte jüngst Sportchef Sven-Sören Christophersen.

Während alle Spieler nur zuhause individuell sich einigermaßen in Form halten können, kommt die Zwangspause zumindest einem Recken-Spieler nicht völlig ungelegen – wenn man diesen Vergleich derzeit überhaupt bemühen darf. Ivan Martinovic (22) konnte in den vergangenen Wochen seinen Mittelfußbruch aus dem Januar auskurieren. „Ich habe nicht allzu viel verpasst“, blickt „Marta“, so sein Spitzname, zurück. Genau sieben Partien waren es, die ohne ihn stattfanden – bis das Virus-Aus kam. Rückblick: Ausgerechnet an seinem 22. Geburtstag am 6. Januar brach sich der in Wien geborene Kroate Martinovic den linken Mittelfuß. Während der Vorbereitung auf die EM in Povec landete er beim Abschlusstraining der kroatischen Nationalmannschaft auf dem Fuß eines anderen Spielers. „Es hat einen Knacks gegeben, das war kein gutes Zeichen“, erinnert er sich an diesen schlimmen Moment. „Dabei hatte ich an diesem Tag in der Frühe erfahren, dass ich zum Kader gehöre.”  Röntgen, MRT-Untersuchung – das ganze Programm folgte. Alsbald kehrte er wegen der besseren Behandlung nach Hannover zurück, in Hildesheim wurde Martinovic operiert. „Das ist alles gut verlaufen, es hat super geklappt. Aber es ist mir schwer gefallen, die Europameisterschaft im Fernsehen zu verfolgen.“ Per Instagram und Whats-App unterstützte er seine Teamkollegen, so gut es ging. In Hannover schlossen sich die Physiotherapie und später das Athletik-Training an. Langsam ging es wieder aufwärts. An die ersten Spiele nach der EM-Pause war nicht zu denken. Insgeheim gehofft hatte der Scharfschütze aus dem rechten Rückraum, dass er eventuell beim Pokal-Final-Four Anfang April in Hamburg wieder hätte spielen können. Doch auch das hat sich inzwischen erübrigt.

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