Handball-Wochenspiel

Recken müssen vier Spiele in zehn Tagen absolvieren

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Evgeni Pevnov will am Donnerstag mit den Recken gegen Bietigheim gewinnen.

HANNOVER - Kurz nachdem sich die Recken mit 31:26-Sieg in Lemgo nach zwei Niederlagen wieder stabilisiert zu haben scheinen, wartet ein absolutes Stress-Programm auf Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf: Vier Spiele in zehn Tagen haben Trainer Carlos Ortega und sein Team zu bestreiten. 

Los geht es zunächst am Donnerstag (19 Uhr, Tui-Arena) gegen Erstliga-Rückkehrer SG BBM Bietigheim. Am Sonnabend, 17. November (19 Uhr, Swiss-Life Hall), folgt das Heimspiel gegen Lissabon, an das sich am kommenden Mittwoch (17 Uhr) das wegen der EHF-Cup-Spiele vorgezogene Bundesliga-Auswärtsspiel beim SC DHfK Leipzig anschließt – gefolgt vom EHF-Cup-Rückspiel am übernächsten Sonnabend (17 Uhr) in Lissabon. Handball fast ohne Pause. „Erst einmal müssen wir uns aber auf Bietigheim konzentrieren“, sagt Recken-Kreisläufer Evgeni Pevnov (29). Er hat gerade seinen Vertrag bis 2021 verlängert, der junge Vater von Taro Alexander Otto fühlt sich mit seiner Frau Sarah wohl in der Landeshauptstadt. Die Schwaben sind Tabellenvorletzter mit bisher nur zwei Siegen, wobei sie auswärts bei Schlusslicht Ludwigshafen gewannen. Eigentlich ein Pflichtsieg für die Recken, könnte man meinen. Doch Pevnov warnt: „Gerade solche Mannschaften müssen wir ernst nehmen.“ Die Geschichte, in der vermeintliche Favoriten gegen vermeintliche „Underdogs“ stolperten, ist lang ohne Ende. Zumal die Personallage bei den Hannoveranern weiter nicht optimal ist. Pavel Atman, Mait Patrail (der nach Kreuzbandriss bereits operiert wurde) und Torge Johannsen stehen auf Dauer nicht zur Verfügung. Bloß gut, dass Kai Häfner nach seinem mehr als zweimonatigem Ausfall gleich wieder so gut eingeschlagen hat. Seine acht Treffer in Lemgo in der ersten Halbzeit waren ein klares Zeichen. Und auch Fabian Böhm mischte in Lemgo nach seiner Ellenbogenverletzung wieder mit. Inzwischen hat selbst Coach Ortega (47), der sich bislang mit Jammern über die Ausfallmisere bemerkenswert zurückhielt, über die „verrückte Belastung“ geklagt. Viele Spieler seien wegen der Leistungsdichte in der deutschen Bundesliga und aufgrund der Mehrfach-Verpflichtungen ausgelaugt, sagt der Spanier. Zugleich deutete er an, dass er Spieler aus seinem Team auch einmal nicht auf ihren Stammpositionen einsetzen wolle. Zum Beispiel die beiden Linkshänder Häfner und dessen „Back-up“ Nejc Cehte auf unterschiedlichen Positionen im Rückraum. (Personal-)Not macht eben auch im Spitzen-Handball erfinderisch.  

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