Handball-Bundesliga

Recken bezwingen Magdeburg

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Jubel auf der Recken-Bank: Das Team von Trainer Carlos Ortega bewzingt den SC Magdeburg und bleibt an der Tabellenspitze.

Hannover – Der Tabellenführer hat sich nach der ersten Niederlage sofort zurückgemeldet! Vor 8 060 Zuschauern gewannen die Recken das dritte Spitzenspiel in Folge mit 31:28 gegen Magdeburg und bleiben weiter auf Platz 1 in der Handball-Bundesliga.

Am Ende glich die Tui-Arena einem Tollhaus: Mit stehenden Ovationen feierten die Fans den achten Saisonsieg im neunten Spiel: „Spitzenreiter, Spitzenreiter – hey, hey!“. Im Spiel ging es gleich feurig los: SCM-Rechtsaußen Daniel Pettersson brachte die Gäste zweimal in Front. Und schon deutete sich an, wie die erste Halbzeit verlaufen sollte: Nämlich fast durchweg mit einem Führungstor der Magdeburger, das die Recken jeweils ausgleichen konnten. Nur beim 4:2, 5:3 und 7:5 waren die Sachsen-Anhaltiner dreimal mit zwei Treffern in Führung, doch die Hannoveraner blieben dran, ließen nicht locker. SCM-Neuzugang Tim Hornke warf einen Siebenmeter am Tor von Recken-Schlussmann Lesjak vorbei. Erst nach 19 Minuten kam das Team von Trainer Carlos Ortega zum zweiten Ausgleich beim 7:7. Doch auch in der Folge legte der SCM immer wieder ein Tor vor, das die Gastgeber auszugleichen vermochten. Eine enge, spannende Partie, in der die Kleinigkeiten wichtig wurden. Gut drauf war vor allem wieder Morten Olsen, der im ersten Durchgang fünfmal einnetzten konnte. Recken-Kapitän Fabian Böhm kam dagegen fast gar nicht zum Zuge. Nachdem er allerdings mit seinem ersten und einzigen Treffer vor der Pause zum 14:14 ausgeglichen hatte, war es Rechtsaußen Timo Kastening, der acht Sekunden vor Schluss der ersten Halbzeit mit dem dritten verwandelten Siebenmeter für die erste Führung der Hausherren sorgte. 15:14, das Match wurde zum Ein-Tore-Spiel. Zumindest bis dahin. Denn nach dem Wechsel wurde die Abwehr der Recken immer stärker. Vor allem Torwart Lewsjak lief zur Hochform, hatte am Ende 16 Paraden in der Statistik. Nach 40 Minuten fürhrten die Hannoveraner 20:17, weil nun auch Mait Patrail und plötzlich auch Böhm sich steigerten. Gegen die Defensive konnten sich die Magdeburger immer weniger durchsetzen. Die Recken bauten ihren Vorsprung auf vier Tore aus. Auch die offensive Deckung konnte dem Sieg der Recken in der Schlussphase nichts mehr anhaben. „Eine unglaubliche Atmosphäre“, schwärmte Torwart Lesjak – „Die erste Niederlage haben wir gut korrigiert.“ „Die Fans haben uns zum Sieg gepeitscht“, strahlte Timo Kastening. Ivan Martinovic machte den Teamgeist für den Sieg verantwortlich: „Wir haben kühlen Kopf bewahrt.“ Magdeburgs Trainer Wiegert: „Die Wahrheit steht auf der Anzeigetafel.“ Einziger Wermutstropfen beim Recken-Sieg: Morten Olsen verletzte sich an der linken Wade und konnte nicht zu Ende spielen. Recken: Lesjak. Ebner – Cehte 1, Martinovic 2, Patrail 2, Thiele, Pevnov 1, Jönsson 1, Böhm 5, Ugalde, Olsen 7/1, Donker, Hanne, Brozovic 2, Kastening 8/3, Büchner 2. Magdeburgs beste Torschützen waren Musche 7/3 und O’Sullivan 6. 

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