Zweite Auswärtspleite im EHF-Pokal mit 25:28 in Ungarn

Recken scheitern an Tatabanyas Torwart

+
Recken Trainer Carlos Ortega ärgert sich über einige Schiedsrichter-Entscheidungen.

Hannover – Jetzt wird es schon ziemlich schwierig für die Recken! Die TSV Hannover-Burgdorf verlor auch sein zweites Auswärtsspiel im EHF-Pokal mit 25:28 (16:16) in der Audi-Arena in Györ bei Grundfos Tatabanya. Dadurch sind die Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale um ein gutes Stück gesunken.

Der erste Platz scheint mit nun 2:4-Zählern bereits außer Reichweite – jetzt geht es wohl mehr darum, Zweiter zu werden. Die drei besten Zweiten kommen unter die letzten acht Teams. Der entscheidende Unterschied zwischen den Recken und den Ungarn waren die Torhüter. Hannovers Urban Lesjak und ab der 24. Minute Martin Ziemer agierten solide – Tatabanyas Laszlo Bartucz zeigte eine Weltklasse-Leistung. Hatte der Schlussmann der Gastgeber in der ersten Halbzeit schon acht Paraden aufzuweisen, steigerte er sich nach der Pause noch erheblich und kam auf weitere 14 „Saves“. Daran verzweifelten die Recken schier. „Tatabanya hat einen exzellenten Torwart gehabt“, lobte auch Hannovers spanischer Trainer Carlos Ortega den Zerberus des Kontrahenten. Am Ende fehlte den Recken ein Stück weit die internationale Reife und Erfahrung. Dabei war der Start eigentlich unerwartet gut. Böhm, Häfner und Kastening (gerade zur Nationalmannschaft eingeladen für das Länderspiel am Sonnabend, 9. März, in Düsseldorf gegen die Schweiz) trafen vor rund 2500 Zuschauern zum 3:0 für die Gäste. Und die recken dominierten die Partie weiter, sie führten 4:1, 8:5 (11.), 11:7 (15.) sowie 12:9 (20.). Doch nach 23 Minuten schafften die Ungarn erstmals überhaupt den Ausgleich zum 13:13 durch Bence Nagy. Herausragender Mann der ersten Hälfte war aber Linksaußen Milos Vujovic mit fünf Treffern – genau wie auf der anderen Seite Kastening mit ebenfalls fünf Toren, denen er nach Wiederbeginn aber keines mehr hinzufügen konnte. Nach dem Wechsel war bei den Recken fast jeglicher Spielfluss dahin. Immer wieder scheiterten sie an Schlussmann Bartucz, der ihnen bis zur 49. Minute nur drei(!) weitere Tore gestattete. Hannover agierte zu statisch, im Abschluss fehlte die Genauigkeit. So zog Tatabanya auf 23:19 (49.) weg. Doch beim 24:23 durch Cristian Ugalde war das Ortega-team plötzlich doch wieder dran. Der Ausgleich gelang jedoch nicht mehr, Ugalde vergab ihn. Recken-Trainer Ortega sprach hinterher von „einigen skandalösen Schiedsrichter-Entscheidungen“ schon in der ersten Halbzeit. Spielmacher Morten Olsen: „Wir haben einfach zu viele Chancen ausgelassen.“ Zwei Siebenmeter von Vujovic zum 26:24 und 28:25-Endstand besiegelten die zweite Auswärts-Pleite der Recken. Jetzt ist am kommenden Sonntag (13 Uhr, Swiss-Life Hall) im „Rückspiel“ gegen Tatabanya ein Erfolg schon unabdingbar. Zuvor spielen die Recken am Donnerstag in der Bundesliga in Minden. Anpfiff in der Kampahalle ist um 19 Uhr. Recken: Lesjak, Ziemer – Johannsen, Cehte, Thiele, Pevnov, Häfner 5, Böhm 4, Ugalde 3, Srsen, Olsen 5, Brozovic 3, Feise, Kastening 5, Büchner. Beste Werfer Tatabanya: Vujovic 7/3, Juhasz 5. haz/gsd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare