23:30-Niederlagen bei den Rhein-Neckar Löwen vor fast 12000 Zuschauern

Recken setzen Misserfolgsserie fort

TSV Hannover Burgdorf - Rhein Neckar Loewen
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Spielmacher Morten Olsen, hier beim Hinspiel-Duell mit Jesper Nielsen, bleibt in Mannheim ohne Torerfolg.

Hannover – Bei den „Recken“ läuft’s nicht mehr rund! Bei den Rhein-Neckar Löwen setzte es für Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf eine verdiente 23:30 (12:15)-Niederlage vor 11992 Zuschauern in der SAP-Arena. 

In den vergangenen sechs Spielen holte das Team von Trainer Carlos Ortega nur einen Sieg (4:8-Punkte) und rutschte dadurch in der Tabelle weiter ab.  „Absolut verdienter Sieg für die Löwen“, meinte Recken-Sportchef „Smöre“ Christophersen. Wir hatten nach der ausgeglichenen ersten Halbzeit im zweiten Durchgang einen kleinen Bruch. Nach dem 16:19 haben wir zu viele Chancen liegen gelassen.“ Hannover fing gut an und lag bis zum 9:8 immer in Führung. Nejc Cehte und Timo Kastening mit einem Tempogegenstoß sorgten für die 2:0-Führung der Niedersachsen. Dann begann schon wieder die „Andy-Schmid-Schau“. Der Schweizer Nationalspieler markierte den ersten seiner am Ende wieder zehn Treffer per Siebenmeter. Erneut Cehte und Cristian Ugalde sowie Fabian Böhm trafen in der Folge jeweils wieder zur Recken-Führung. Beim 6:7 ais Löwen-Sicht nahm der neue Mannheimer Coach Martin Schwalb seine erste Auszeit und monierte: „Ihr seid zu lieb!“ Fortan packten die Gastgeber härter zu und brachten so Sand ins Getriebe des Ortega-Teams. Böhm Unterzahl-Treffer zum 9:8 in der 19. Minuten war dann schon die letzte Führung der Hannoveraner. Wer anders als Schmid konnte kurz danach für den ersten Vorsprung der Hausherren sorgen? Ortega versuchte es in der Folge mit einer 5-1-Deckung, wie üblich mit Ugalde auf der Spitze. Doch die Löwen zeigten sich aggressiv, zogen auf 13:10 nach vorn. Begünstigt wurden sie dabei von Ballverlusten der Recken und zumindest teilweise von den Referees Brodbeck/Reich, die strittige Szenen nicht für Hannover pfiffen. Schon in der ersten Halbzeit konnte Spielmacher Morten Olsen erneut nur wenig Akzente setzen – er blieb auch nach der Pause sogar ohne Tor. Dafür rückte der slowenische Halbrechte Nejc Cehte mit sechs Treffern in den Blickpunkt. Nach dem Wechsel ließen die Recken zu viele Chancen liegen, gerieten beim 18:27 mit neun Toren in Rückstand. In der letzten Viertelstunde gab Ortega schließlich seinem „zweiten Anzug“ eine Chance, brachte auf Linksaußen Hannes Feise für Ugalde, der sich diese Position nächste Saison mit Vincent Büchner teilen soll. Jannes Krone löste Kastening auf Rechtsaußen ab, traf noch einmal. Zu gefallen wusste auch Alfred Jönsson mit vier Treffern – allerdings auch erst, als die Partie längst entschieden war. „In der ersten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt, aber in der zweiten haben wir die einfachen Tore nicht mehr gemacht“, meinte Nejc Cehte. Doch überhaupt: Das erste Heimspiel der Löwen mit Neu-Trainer Schwalb zeitigte auch den richtigen Effekt aus Sicht der Kurpfälzer. Zudem gelang Mannheim auch die Revanche für das Aus im DHB-Pokal-Viertelfinale. Recken-Trainer Ortega: „Die erste Halbzeit war sehr gut. Die 6-0-Abwehr und die 5-1-Variante haben gut funktioniert. Aber unsere Würfe am Kreis waren nicht gut.“ Bereits am Dienstag müssen die Recken im Niedersachsen-Derby bei Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen antreten. Recken: Lesjak, Ebner – Cehte 6, Mävers, Patrail, Pevnov 1, Jönsson 4, Böhm 4, Ugalde 2, Krone 1, Olsen, Brozovic 1, Feise 2, Kastening 2, Büchner. Beste Löwen-Torschützen: Schmid 10/6, Larsen 4, Kohlbacher 4, Groetzki 3. haz/gsd

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