35:33 - sechster Auswärtssieg bei den „Galliern von der Alb“

Recken müssen sich in Balingen strecken

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Trainer Carlos Ortega freut soch über den sechsten Auswärtssieg und Platz 2.

Hannover – Das war ein hartes Stück Arbeit für Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf! Beim HBW Balingen-Weilstetten mussten sich die Recken mächtig strecken, um am Ende mit 35:33 (14:15) zu gewinnen.

So eroberte das Team von Trainer Carlos Ortega auch Platz zurück, den Flensburg sich am Samstag durch den Sieg bei den Rhein-Neckar Löwen geholt hatte. Nanu, was war denn da mit den Recken los? In der Sparkassen-Arena legten sie überraschend gut los. Kassierten sie in mehreren der vergangenen Partie in den Anfangsminuten teils heftige Rückstände, passierte beim HBW genau das Gegenteil. Fabian Böhm, Nejc Cehte, Mait Patrail und erneut Cehte warfen ein schnelles 4:0 heraus, ehe Jona Schoch nach 4:19 Minuten das erste Tor für die „Gallier von der Alb“ erzielte. Doch Hannover blieb am Drücker und führte 6:1 sowie 7:3 durch Spielmacher Morten Olsen. Aber dann riss bei den Niedersachsen der Faden, Balingen kam immer weiter auf. Lipovina schaffte beim 7:7 den ersten Ausgleich für die Gastgeber, die von Ex-Recken-Trainer Jens Bürkle gecoacht werden. Und der Balinger war es auch, der beim 9:8 auch die erste Führung der Schwaben markierte. Vorbei war’s mit der ungewohnten Anfangs-Euphorie der Recken. Der gegen Erlangen noch überragende Torwart Domenico Ebner fasste zu Beginn kaum einen Ball an, wurde von Urban Lesjak abgelöst, der kurz danach mehrfach parieren konnte. Half aber auch nichts, den nun lag der HBW immer ein Tor vor. Bei Lipovinas 15:13 waren es sogar zwei Treffer Vorsprung. Cristian Ugalde brachte das Ortega-Team wenigstens noch auf 14:15 zur Halbzeit heran. Nach Wiederbeginn glich Olsen zunächst für die Gäste aus. Mit zwei Toren drehte Ivan Martinovic die Partie zugunsten der Recken, die über Minuten nun wieder mit Toren in Führung lagen. Im Tor löste Ebner wieder Lesjak ab und hielt im Verlauf der zweiten Halbzeit drei Siebenmeter, ehe in der Schlussphase wieder Lesjak im Kasten stand. Die Recken spielten ihre ganze Routine aus und bewahrten ihren minimalen Vorsprung. Zum Ausgleich ließen sie Balingen nicht mehr kommen. Kastening traf per Siebenmeter zum 33:31, Ugalde verwertete einen von HBW-Keeper Jensen abgewehrten Wurf von Böhm zum 34:32. Martinovic sorgte schließlich für den Endstand und den bereits sechsten Auswärtssieg. „Wir haben im Angriff gute Lösungen gefunden“, meinte Morten Olsen im Sky-Interview. „Das Spiel war sehr schwierig für uns. Balingen hat schon ein paar gute Spieler.“ Kreisläufer Evgeni Pevnov: „Das war ein hartes Brett. Die Halle ist die absolute Hölle, es ist unfassbar schwer, hier zu spielen. Wir hatten keine gute Abwehrleistung, aber der Sieg war verdient.“ Balingens Ex-Recken-Trainer Bürkle: „Im Angriff haben wir bis auf die ersten Minuten überragend gespielt. Wir hatten aber den Druck, lange hinterherzulaufen. Wir hatten einen festen Plan, dieses Spiel zu gewinnen.“ Recken: Ebner, Lesjak – Cehte 4, Martinovic 6, Patrail 2, Thiele, Pevnov 2, Jönsson, Böhm 3, Ugalde 5, Olsen 6/3, Brozovic 3, Feise, Kastening 4/2, Büchner. Beste Balinger Torschützen: Schoch 10, Lipovina 9, Niemeyer 5.

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