Recken treten zum Topspiel in Mannheim an

Löwen brennen auf Revanche

TSV Hannover Burgdorf - Rhein Neckar Loewen
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Im Hinspiel erkämpft sich Fabian Böhm mit den Recken ein 29:29 gegen die Löwen.

Hannover – Können sich die Recken nach der unglücklichen, aber selbst verschuldeten 27:28-Niederlage beim Bergischen HC ausgerechnet bei den Rhein-Neckar Löwen rehabilitieren? Bei den Kurpfälzern tritt Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf am Sonnabend um 20.30 Uhr an.

Aus Recken-Sicht sind die Umstände des Auftritts in der Mannheimer SAP-Arena alles andere als günstig, was aber ausschließlich mit dem Gegner zu tun hat. Nachdem es zuletzt bei den Löwen nicht nach Wunsch lief, musste Trainer Kristjan Andresson gehen. Doch Teammanager Oliver Roggisch zauberte eine interessante Lösung aus dem Hut: Nach sechs Jahren Pause als Trainer (beim HSV Hamburg) gibt nun Martin Schwalb die Kommandos vom Spielfeldrand. Dass sich da alle Spieler der Löwen neu beweisen wollen mit guten Leistungen, versteht sich von selbst – dumm gelaufen für die Recken. Die Partie gegen Hannover ist Schwalbs erste in der Bundesliga mit seinem neuen Klub. Zupass kommt dem Team von Trainer Carlos Ortega indes, dass Uwe Gensheimer verletzungsbedingt ausfällt. Der Nationalmannschafts-Linksaußen und Kapitän zog sich die Blessur im EHF-Cup gegen Cuenca (Spanien) zu. Trotz Gensheimers Ausfall treten die Löwen aber mit einem Team der Extra-Klasse an. Appelgren, Schmid, Mensah-Larsen – diese Namen bürgen für viel Qualität bei den Mannheimern. Dennoch haben die Recken gute Erinnerungen an den letzten Auftritt in der SAP-Arena: Im Pokal-Viertelfinale gewannen sie am 4. Dezember 2019 mit 31:30 bei den Löwen. Unvergessen ist dabei Morten Olsens Siegtorwurf in letzter Sekunde. Dass die Mannheimer auf Revanche sinnen, dürfte auch klar sein. Fix ist bei den Recken inzwischen auch, dass Torwart Urban Lesjak auch die dritte Saison bleibt. Der Slowene sagt für kommende Saison zu. So sind für Sportchef Smöre Christophersen vorrangig nur noch zwei Personalien zu klären: Bleibt Mait Patrail oder nicht? Und: Wer wird Nachfolger von Olsen? Lesjaks Gründe zur Vertragsverlängerung dürften auch daraus resultieren, dass er sich verspricht, kommende Saison wieder international zu spielen. Der EHF-Cup hat ausgedient, durch die Reform der Champions League wird die neue „European Handball League“ deutlich an Stellenwert dazugewinnen. Da hofft Lesjak als Pendant zu Torhüter-Kollege Domenico Ebner auf spannende Spiele und interessante Reisen. Und wieder auf Nominierungen für die Auswahl seines Landes durch Nationaltrainer Ljubomir Vranjes. Zur EM im Januar hatte er Lesjak nicht nominiert. Mit einer guten Leistung bei den Löwen kann sich der Recken-Goalie weiter empfehlen. Bereits am Dienstag steht für die Recken das dritte Auswärtsspiel in Folge an: Dann es zum Niedersachsen-Derby bei der HSG Nordhorn-Lingen, die am Donnerstag völlig überraschend 32:30 in Berlin gewonnen hat.

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