Pokal-Viertelfinale

Die Recken wollen wieder nach Hamburg

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Die Recken wollen natürlich wieder nach Hamburg. Im Pokal-Viertelfinale treffen sie Dienstagabend auf den HC Erlangen.

HANNOVER - Keine Pause für die Recken! Nach dem Bundesliga-Spiel am vergangenen Samstagabend bei den Rhein-Neckar Löwen (23:29) muss die TSV Hannover-Burgdorf am Dienstag schon wieder „auf die Platte“ – zum wohl bisher wichtigsten Spiel in dieser Saison: Ab 19 Uhr ist der HC Erlangen zu Gast.

Diesmal geht es im Viertelfinale des DHB-Pokals um den erneuten Einzug ins „Final Four“-Turnier am 6./7. April in Hamburg.

Wie toll, wie stimmungsvoll es in der Barclay-Card-Arena ist, haben die Recken im vergangenen Mai mitbekommen. Im Halbfinale besiegten sie die HSG Wetzlar und zogen ins Finale gegen die Rhein-Neckar Löwen ein, denen sie dann unterlagen. Es war ein Handball-Fest erster Güte, von dem immer noch alle schwärmen. Kaum gebessert hat sich beim Team von Trainer Carlos Ortega die personelle Situation. Mait Patrail und Pavel Atman stehen sowieso nicht zur Verfügung, nach dem Stand von Montagmittag sah es bei Fabian Böhm (Schlag auf die Wade) auch nicht so aus, als ob er spielen könne – so die Aussage des Recken-Doktors. Zumindest etwas Hoffnung besteht bei Morten Olsen, der durch eine Bronchitis geschwächt ist. „Es sieht nicht gut aus, aber es besteht eine Chance, dass er zurückkommt“, sagte Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen am Montagnachmittag. Olsens Comeback wäre sportlich dringend nötig, denn in Mannheim musste Kapitän Kai Häfner mangels Masse als Spielmacher aushelfen – und Nachwuchsmann Veit Mävers, der das aber sehr gut machte. Apropos Nachwuchs: Zu allem Überfluss ist jetzt auch noch Martin Hanne (17) erkrankt. In Mannheim hatte der Nachwuchsmann fünfmal getroffen, zeigte keinerlei Respekt vor den Mannheimer Stars. Ob er wegen seiner Erkältung heute spielen kann, steht auch noch in den Sternen. Über die Bedeutung der Partie gegen Erlangen besteht keinerlei Zweifel. „Das ist für uns wie ein Finale“, sagte Christophersen gestern. „Dieses Spiel wird richtungweisend sein für die gesamte weitere Saison.“ Erfreulich war zumindest das Comeback von Torge Johannsen. Im letzten Spiel der Vorrunde absolvierte der Rechtsaußen seine erste Partie für seine Mannschaft. Christophersen: „Wir müssen froh sein, dass wir mit ihm jetzt wieder einen Spieler mehr im Kader haben.“ Völlig gegenläufig sind derzeit die Punkteserien der beiden heutigen Kontrahenten. Die Recken stehen mit enttäuschenden 2:14-Zählern in der Statistik, die Franken holten zuletzt 8:0-Zähler, gewannen zuletzt gegen 27:20 gegen Wetzlar. Für die Pokalpartie haben die Recken bisher 4 000 Tickets abgesetzt.

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