Handball

Recken sind vom Verletzungspech genervt

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Nach dem Pokalspiel gegen Lemgo können die Recken jubeln, das soll am Sonntag beim Punktspiel auch so sein.

HANNOVER - Langsam ist auch Recken-Trainer Antonio Carlos Ortega nur noch genervt. Das andauernde Verletzungspech strapaziert die Gemüter aller Beteiligten bei Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf, der am morgigen Sonntag (16 Uhr, Phoenix-Contact-Arena) beim TBV Lemgo Lippe antreten muss.

„Die Situation ist sehr kompliziert“, sagt der spanische Coach. „Dass so viele Spieler ausfallen, habe ich noch nie erlebt.“ So werden ihm und Co-Trainer Iker Romero in der früheren Lipperland-Halle wohl nur noch drei Rückraumspieler zur Verfügung stehen. Von denen einer auch noch nicht zu 100 Prozent fit ist: Morten Olsen plagen weiterhin Adduktorenprobleme. Dazu kommen die beiden Halbrechten Kai Häfner und der eigentlich als sein Vertreter eingeplante Slowene Nejc Cehte, der aber schon seit Wochen mehr als vorgesehen gebraucht wird. Und Häfner absolvierte nach seiner langwierigen Bauchmuskel-Verletzung auch gerade erst wieder zwei Spiele, die in Stuttgart und gegen Melsungen torreich verloren gingen. Der linke Rückraum ist derzeit sogar völlig verwaist. Nach Mait Patrails Kreuzbandriss fehlt im Lemgo erneut auch wohl Nationalspieler Fabian Böhm (Bänderanriss im rechten Ellenbogen). So ist Sportchef Sören Christophersen derzeit schon auf der Suche nach einem möglichen Ersatz für die linke Seite. „Wir werden aber auf keinen Fall einen Schnellschuss machen. Es muss passen“, will er die möglichen Optionen genau sondieren. Fraglich dabei, ob Christophersen mit einer Nachverpflichtung bis zum nächsten Heimspiel gegen Bietigheim am kommenden Donnerstag (19 Uhr, Tui-Arena) und dem ersten EHF-Pokal-Spiel am folgenden Samstag gegen Benfica Lissabon erfolgreich ist. So muss Recken-Coach Ortega jetzt die Kräfte richtig einteilen und dabei eben auch die Nachwuchsspieler entsprechend einsetzen. „Wir müssen einen Weg mit den vorhandenen Spielern finden. Jammern bringt nichts. Wir sind aber am Limit, es darf sich keiner mehr verletzen“, sagt der Recken-Trainer. Das Hauptaugenmerk muss im Lemgo auf der Abwehr liegen, die zuletzt 37 und 36 Gegentore zuließ – zu viele für ein Team mit Ambitionen nach oben. Ortegas Hoffnung: Mehr Ballgewinne, mehr Tempogegenstöße, mehr „einfache“ Tore. Interessant: Es gibt am Sonntagnachmittag ein Duell zweier Toptorschützen der Handball-Bundesliga: Lemgos Tim Hornke ist aktuell Dritter mit 69 Treffern, Hannovers Rechtsaußen Timo Kastening ist derzeit Fünfter mit 65 Toren. Bei den Westfalen (derzeit Platz 13, zuhause 5:5-Punkte geholt) fallen Tim Suton und der Spanier Isaias Guardiola aus. Alos haben auch andere Handball-Clubs Verletzungssorgen... 

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