Handballer

Recken am Donnerstag vor hoher Hürde beim Tabellenzweiten in Flensburg

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Fabian Böhm gegen Gunnar Dietrich und Maximilian Haider: Heute müssen sich die Recken auf Gegenwehr einstellen.

HANNOVER Unter denkbar schlechten Vorzeichen fährt Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf am Donnerstag (19 Uhr, Sky live) zum Auswärtsspiel bei der SG Flensburg-Handewitt. Trainer Carlos Ortega muss erneut auf fünf Stammspieler verzichten.

Die Tour an die dänische Grenze ist das erste von zwei überaus schweren Auswärtsspielen in Folge für die Recken. Am 4. Oktober gastieren sie dann beim aktuellen Tabellenführer SC Magdeburg, der gerade einen starken Lauf hat. Zunächst aber gilt es, in der „Hölle Nord“ zu bestehen. Die Flensburger haben ihre drei Heimspiele gegen Göppingen, Kiel und Ludwigshafen ebenso gewonnen wie die drei Auswärtsbegegnungen in Berlin, Lemgo und Minden. Eine makellose Bilanz, mit der das Team von Coach Maik Machulla (einst Spieler in Hameln) aber „nur“ Zweiter hinter dem SCM ist, der einen Sieg mehr aufweist. Bei den Recken ist die schwierige Personal-Situation hinlänglich bekannt. Torge Johannsen, Kai Häfner, Mait Patrail, Evgeni Pevnov und nun auch noch Pavel Atman fehlen in Flensburg. Bänderriss am linken Knöchel lautete die Diagnose bei dem Russen, der gerade wieder nach langwierigen, vorherigen Verletzungen Fuß gefasst hatte. „Das ist sehr schade für Pavel, da er körperlich in sehr guter Verfassung war und nach seinem langen Ausfall in der vergangenen Spielzeit stetig Fortschritte gemacht hat“, meinte Sportchef Sven-Sören Christophersen. Neue Spieler sind trotz der Ausfälle kein Thema. Die Hannoveraner wollen sie auch weiterhin mit Akteuren aus ihrer Talentschmiede kompensieren. Joshua Thiele, Malte Donker, Jannes Krone und Hannes Feise werden somit auch in Flensburg Einsatzzeiten bekommen. „Die Medaille hat immer zwei Seiten und unsere Situation gibt den jungen Spielern die Chance, sich nicht nur im Training, sondern auch im Spiel zu zeigen“, sagt Recken-Coach Ortega. Über dieses Stadium hinaus ist Timo Kastening längst. Von Bundestrainer Christian Prokop wurde er vor Kurzem zu einem Trainingslehrgang eingeladen – auch eine Würdigung seiner auch in dieser Saison bisher gezeigten guten Leistungen. Mit zwölf Treffern gegen Ludwigshafen demonstrierte seine derzeit gute Form. Insgesamt traf der Rechtsaußen aus Stadthagen bereits 40 Mal, was Platz drei in der Bundesliga hinter Matthias Musche (Magdeburg, 65) und Arnor Gunnarson (Bergischer HC, 47) bedeutet. Somit wird Kastening auch in Flensburg zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für die Recken.

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