Auswärts-Niederlage

Recken verlieren bei den Rhein-Neckar-Löwen 23:29

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Trotz klarer Ansagen von Trainer Carlos Ortega verlieren die Recken bei den Rhein-Neckar-Löwen.

HANNOVER - Liebe Recken-Fans: Kennen Sie Martin Hanne oder Veit Mävers? Wohl eher wenig bis gar nicht. Doch diese beiden Nachwuchsspieler der TSV Hannover-Burgdorf machten bei der 23:29 (12:12)-Niederlage vor 8 324 Zuschauern bei den Rhein-Neckar Löwen nachhaltig auf sich aufmerksam.

Weil neben Mait Patrail und Pavel Atman wie zu erwarten war auch Morten Olsen und Fabian Böhm verletzt und erkrankt fehlten, rückten A-Jugendspieler Hanne (17) und Mävers (18) in den Blickpunkt. Hanne avancierte bei den Rumpf-Recken mit fünf Treffern sogar zum Topscorer. Ein Interview mit Hanne bei Sky wollten die Recken noch nicht, dafür ging wieder mal Kai Häfner voran: „Sensationell gemacht, einfach super“, lobte der Recken-Kapitän den Jungspund, der überhaupt keinen Respekt vor den großen Namen der erfolgsverwöhnten Mannheimer kannte und Toptorwart Andreas Palicka den Ball fünfmal ins Netz donnerte. Wegen der Ausfälle musste Recken-Coach Carlos Ortega umstellen, brachte Häfner notgedrungen als Spielmacher auf der Mittelposition. Halbrechts begann Nejc Cehte, halblinks Mävers. Klappte auch nicht schlecht, denn nach zehn Minuten stellten die Hannoveraner auf 4:4 durch Ilija Brozovic. Pokalsieger Mannheim zoh auf 9:6 und 10:7 weg, aber das Ortega-Team ließ sich (noch) nicht abschütteln. Cristian Ugalde traf zweimal zum 9:10, ehe Martin Hanne eiskalt zweimal zum 11:11 vollstreckte. Timo Kastening, der sonst blass blieb, glich per Siebenmeter zum Pausen-12:12 aus. Nach Wiederbeginn blieben die Hannoveraner zunächst noch dran. Doch nach dem 14:13 bauten die Löwen ihren kleinen Vorsprung auf einen größeren aus, führten 18:13. Hanne legte zwei weitere Treffer zum 15:19 und 16:20 nach, doch nun spielten die Kurpfälzer ihre ganze Cleverness aus – und die Recken mussten sich geschlagen geben. Ihre Bilanz jetzt: 2:14-Punkte aus den vergangenen acht Partien. Erfreulich zumindest noch: Rechtsaußen Torge Johannsen absolvierte ab der 47. Minute nach monatelanger Verletzungspause sein erstes Saisonspiel, traf in der vorletzten Minute zum 23:28. Ausruhen können sich die Recken jetzt aber nicht. Bereits am morgigen Dienstag (19 Uhr, Tui-Arena) steht das für sie überaus wichtige Pokal-Viertelfinale an. Ein Sieg gegen den HC Erlangen – und sie sind, wie schon im Vorjahr, wieder beim „Final Four“ in Hamburg. Recken: Ziemer, Lesjak - Johannsen (1), Ugalde (2), Lehnhoff, Feise, Hanne (5), Mävers (3/1), Häfner (4), Cehte (2), Kastening (2/1), Krone, Brozović (2), Pevnov (2), Thiele, Srsen. Mannheims beste Torschützen: Sigurdsson (8/1), Peters.

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