Auswärts-Niederlage

Recken verlieren auch in Wetzlar

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Trainer Carlos Ortega hat keinen Grund zur Freude, denn die Recken verlieren ihr Auswärtsspiel in Wetzlar mit einem Tor Unterschied.

HANNOVER - Die TSV Hannover-Burgdorf kommt in der Handball-Bundesliga auf keinen grünen Zweig. Auch bei der HSG Wetzlar gab es gestern Nachmittag eine Niederlage. Das 28:29 (12:16) war bereits die sechste in den vergangenen sieben Partien – und die vierte mit einem Tor Differenz.

Der Trend des Teams von Trainer Carlos Ortega zeigt weiter nach unten. Den Recken gelang in der Rittal-Arena nur eine einzige Führung beim 3:2 durch Kai Häfner. Beim 3:3 kassierte Kreisläufer Evgeni Pevnov Hannovers erste Zeitstrafe, was Wetzlar zu zwei Treffern ins leere Recken-Gehäuse nutzte. Unter anderem traf dabei Wetzlars Torhüter Till Klimpke ins verwaiste TSV-Tor. Diesem Rückstand lief das Team von Trainer Carlos Ortega bis zum Schluss hinterher, ohne ihn nochmal egalisieren zu können. Eine Hypothek, die sie nicht mehr ablegen konnten. Die Hannoveraner taten sich zunächst schwer, ins Spiel zu kommen und waren zudem einmal mehr in der Abwehr nicht auf dem Posten und nicht eng genug an der Offensiv-Formation der Gastgeber. So konnten die Hessen in der ersten Hälfte mit drei oder vier Treffern in Führung gehen. Zur Pause war der Vier-Tore-Rückstand beim 12:16 bereits deutlich. Nach dem Wechsel rückten bei den Recken zwei Spieler in den Blickpunkt: Zunächst traf Rechtsaußen Timo Kastening viermal, verkürzte auf 17:19. Parallel dazu übernahm Kapitän Häfner Verantwortung. Nach drei Toren in der ersten Hälfte legte der Halbrechte im zweiten Durchgang sechs Treffer nach. Doch einen Umschwung konnte auch er nicht herbeiführen, auch wenn er Hannover auf 27:28 heranbrachte. Häfner: „Wir haben schlecht angefangen, hätten aber am Ende einen Punkt verdient gehabt.“ Für die Hannoveraner, die zumindest in der zweiten Halbzeit eine verbesserte Leistung in der Deckung zeigten, war es zudem die neunte Schlappe bei der HSG im zehnten Spiel. Angesprochen auf seine Nicht-Nominierung für den folgenden Lehrgang der Nationalmannschaft meinte Häfner: Diese Nachricht war natürlich nicht schön.“ Mit seinen neun Treffern hat er aber wieder große Ansprüche auf das Team von Bundestrainer Christian Prokop angemeldet. Recken: Ziemer, Lesjak - Cehte (1), Mävers, Thiele, Pevnov (1), Lehnhoff (1), Häfner (9), Böhm (2), Ugalde, Krone, Srsen, Olsen (4), Brozovic (3), Feise, Kastening (7/1). Beste Werfer für Wetzlar: Schefvert (5), Lindskog (5). Öfors (5).  

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