Wochenspiel

Recken empfangen heute im Pokal den TBV Lemgo

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Die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf wollen heute Abend auch nach dem Pokalspiel gegen Lemgo jubeln.

HANNOVER Die Recken der TSV Hannover-Burgdorf müssen heute Abend schon wieder ran, denn der TBV Lemgo kommt im Achtelfinale des Pokals angereist.

Was für ein Sieg des Willens: 53 Minuten dauerte es bei den Recken am Sonntag, ehe sie beim schwer erkämpften 26:24 gegen Erlangen überhaupt erstmals in Führung gingen und die Partie doch noch zu einem erfolgreichen Ende führten (die LDZ berichtete). Ein Kraftakt sondergleichen, der die Frage aufwirft: Hat die TSV Hannover-Burgdorf im bereits nächsten Spiel am heutigen Dienstag (19 Uhr) im DHB-Pokal-Achtelfinale gegen den TBV Lemgo-Lippe noch genug Power? Gegen Erlangen musste das Team von Trainer Carlos Ortega die letzten Reserven mobilisieren, um das Spiel noch zum Pflichtsieg zu drehen. Denn mehr war es nicht, auch wenn dies angesichts der Verletzungs-Ausfälle merkwürdig klingt. Gegen die Franken musste unter allen Umständen ein Sieg her, sonst wäre man wohl vorerst im Niemandsland der Tabelle verschwunden. Aber um welchen Preis kam der vierte Sieg im vierten Heimspiel zustande? Pavel Atman und Evgeni Pevnov stellten sich wieder in den Dienst der Mannschaft. Atman aber erneut mit schlimmen Folgen: Seine Wadenverletzung am rechten Bein wurde nach 15 Minuten bandagiert, in der Pause konnte er nur mit Hilfe von Pevnov und Physio Tim Kostrzewa in die Kabine humpeln. Weitere Einsätze wohl vorerst unmöglich. Damit mussten die Recken ganz ohne Spielmacher auskommen, nachdem sich auch Morten Olsen (Adduktorenprobleme) abgemeldet hatte. Coach Ortega versuchte gegen Erlangen, die missliche Situation mit zwei Kreisläufern (Brozovic und Pevnov) sowie Jungtalent Hannes Feise im Rückraum, Jannes Krone auf Rechtsaußen (als „Füller“ für Timo Kastening) und Joshua Thiele in der Deckung aufzufangen. Klappte einigermaßen, aber das war eben nur Improvisation. Etwas beruhigend für die Recken: Der TBV Lemgo-Lippe, so der neue Name, musste am Sonntag ebenfalls ran, verlor in Berlin 23:29 bei den Füchsen. Mit derzeit 6:12 Zählern sind die Westfalen Elfter in der Liga. Erfolgreichster Torschütze des Teams von Trainer Florian Kehrmann ist Tim Hornke (49 Treffern), Hannovers Kastening ist mit 55 weiter Dritter in der Torschützenliste hinter Matthias Musche (91, Magdeburg) und Arnor Gunnarsson (60, Bergischer HC). Mit einem Sieg gegen Lemgo wären die Recken im Viertelfinale – dann würde ihnen nur noch ein Erfolg fehlen, um wieder wie in der vergangenen Saison ins „Final Four“ einzuziehen. Wo es den Vize-Titel gab. Am Dienstagvormittag schauen die Recken auch nach Wien, wo die 3. Qualifikationsrunde für den EHF-Cup ausgelost wird. Die Recken sind dabei in Topf 1, können dabei nicht auf Berlin, Magdeburg oder Kiel treffen.

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