DHB-Pokalrunde

Recken sollten Gegner nicht unterschätzen

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Die Verantwortlichen der Recken, Geschäftsführer Eike Korsen (l.) und Sven-Sören Christophersen (sportlicher Leiter), hier beim Spiel gegen Russland in Alfeld, werden auch beim DHB-Pokalturnier in Bremen genau hinschauen.

Hannover - Eigentlich sollte da nichts passieren… Mit der zum letzten Mal in dieser Turnierform ausgespielten ersten DHB-Pokalrunde starten die Recken am Sonnabend (19 Uhr) ins erste Pflichtspiel der neuen Saison.

In Bremen, wo sie vor einer Woche schon bei einem Turnier dabei waren und Dritter wurden, treffen sie auf den Amateur-Pokalsieger ATSV Habenhausen. Im zweiten Halbfinale stehen sich zuvor TuSEM Essen und der 1. VfL Potsdam gegenüber. Die Sieger der beiden Partien bestreitenmorgen (16 Uhr) das Finale. Nur der Gewinner zieht dann ins DHB-Pokal-Achtelfinale am 2./3. Oktober ein. Wie gut es im Pokal laufen kann, hat die TSV Hannover-Burgdorf in den vergangenen beiden Jahren erlebt. Zweimal in Folge konnte sich das Team von Trainer Carlos Ortega für das „Final Four“-Turnier in Hamburg qualifizieren. 2018 kamen die Recken sogar ins Endspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen, 2019 verloren sie in letzter Sekunde unglücklich 29:30 gegen Magdeburg. Überstehen die Hannoveraner die erste Runde, die 2020 in dieser Form nicht mehr ausgetragen wird, können sie sich mit nur zwei weiteren Siegen zum dritten Mal in Folge für das Groß-Event in Hamburg qualifizieren. Ansporn genug, auch Teams wie Bremen-Habenhausen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen! Dass der neue Kapitän Fabian Böhm & Co. nach knapp sechs Wochen Vorbereitung und sieben Tests (mit nur einer Niederlage gegen Melsungen) heiß auf den ersten Pflichtspiel-Einsatz sind, versteht sich von selbst. Ob allerdings auch alle einsatzfähig sind, ist offen. Böhm wurde zuletzt in den Tests geschont, Veit Mävers ist bei der U19-WM (siehe auch nebenstehenden Bericht, Alfred Jönsson fehlt wegen Patellasehnen-Problemen. Dafür ist Hannes Feise nach einem Infekt wieder zurück. Gespannt darf man sein, wie sich die Neuzugänge Domenico Ebner im Tor und Ivan Martinovic auf halbrechts (die bisherige Position von Kai Häfner) präsentieren. In den Vorbereitungspartien sah das Duo schon sehr vielversprechend aus. Auch der fast ein dreiviertel Jahr ausgefallene Mait Patrail knüpft im Abwehr-Mittelblock immer mehr an seine gute frühere Form an. Bei einem Sponsorenabend betonte Kapitän Böhm überschwänglich die gute Stimmung im Team und drumherum. Daran schloss sich auch Hauptsponsor Bernd Gessert an, der in diesem Umbruchjahr aber offenbar bewusst nicht von einer Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb spricht. Ein weiterer Umbruch dürfte bei den „Gute-Laune-Recken“ folgen, wenn sich Morten Olsen und Fabian Böhm nach der kommenden Saison verabschieden. Und wegen des Hallen- und Finanzstreits mit dem Tui-Arena-Besitzer Günter Papenburg sind die Recken zu-dem zum Sparen angehalten.

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