Erst Bundesliga, dann EHC-Cup

Recken nach 25:25 in Erlangen  Sonntag in Mezedonien

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Kai Häfner (hier gegen Benfica Lissabon) muss am Sonntag mit den Recken im EHF-Cup in Bitola (Mazedonien) ran.

HANNOVER - Beim 25:25 (15:12) beim HC Erlangen haben die Recken am Donnerstagabend  im Bundesligaspiel einen Punkt verschenkt. Am morgigen Sonntag geht es für die Recken bereits mit dem letzten Auswärtsspiel im EHF-Pokal beim HC Eurofarm Rabotnik in Bitola (Mazedonien) weiter.

„Wir kriegen es nicht hin, den Sack zuzumachen“, meinte Kai Häfner nach dem spannenden Spiel vor 3 555 Zuschauern. Das Unentschieden lag in der Luft, wir geben einen Punkt her.“ Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Carlos Ortega das Match lange gut im Griff. Vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit erwischten die Hannoveraner eine gute Phase – trotz einer fast zweiminütigen doppelten Unterzahl nach Strafen gegen Häfner und Brozovic. Nach 37 Minuten verwandelte Veit Mävers (20) seinen dritten Siebenmeter zum 17:13, wenig später parierte Torwart Urban Lesjak den ersten von zwei Siebenmetern – und Ilija Brozovic erhöhte auf 18:13. Alles in trockenen Tüchern für die Recken? Von wegen. In der folgenden Viertelstunde schmolz der Vorsprung der Niedersachsen langsam, aber stetig zusammen. Nach 52 Minuten brachte Florian von Gruchalla den HC Erlangen per Strafwurf auf 20:21 heran Danach wurde die Partie zum Nervenspiel. Und die Recken hatten sogar Glück, dass die Franken dreimal nur Holz trafen. Beim 23:20 waren Häfner & Co. zwar wieder auf drei Tore weg, doch auch diese Führung reichte am Ende nicht. Die Hannoveraner hatten zwar immer ein oder zwei Tore Vorsprung, aber sie konnten die zwei Punkte nicht ins Ziel retten. Acht Sekunden vor Ende glich Theilinger für Erlangen dann noch zum 25:25 aus. Ein Punkt war auch futsch, weil HCE-Torwart Katsigiannis (einst bei den Recken und in Hildesheim) mit 13 Paraden Hannovers Lesjak (10) noch übertraf. In der ersten Halbzeit hatten die Recken die Partie bei der 7:6-Führung erstmals übernommen, auch einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen, den sie zur Halbzeit wahrten. Im Blickpunkt stand einmal mehr auch Kai Häfner, dessen bevorstehender Wechsel zur MT Melsungen zu Spekulationen führt. Geht er schon nach dieser Saison oder erst wie vereinbart nach der kommenden? Häfner selbst ließ sich nicht festnageln: „Ich lasse alles auf mich zukommen, das MT-Projekt reizt mich.“ Recken-Sportchef Christophersen bei Sky: „Bei diesem sehr gut dotierten Angebot konnten wir nicht mithalten.“ Christophersen zu Presse-Meldungen, Häfner würde für eine Ablöse von 400 000 Euro vorzeitig gehen: „Je länger es dauert, umso schwieriger wird es für uns mit einer Alternative. Wir müssen ihn nicht verkaufen. Er geht aber nicht für kleines Handgeld. Wir brauchen klare Kante.“ Die Pause zum Erholen ist für die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf nur kurz, denn schon am morgigen Sonntag (19 Uhr) spielen die Recken in Bitola um ihre letzte Chance im EHF-Cup. Sie brauchen einen Sieg in der heißen Hallen-Atmosphäre in Mazedonien und ebenso am nächsten Mittwoch im letzten Spiel zuhause gegen RK Nexe Nasice (Kroatien). Zeitgleich muss Tatabanya (Ungarn) gegen Nasice gewinnen, damit die Chance aufs Viertelfinale bestehen bleibt. HC Erlangen: Büdel 7/1, Steinert 4/4, Bissel 3, Theilinger 3, von Gruchalla 3/2, Haaß 2, Overby 2, Thümmler 1. TSV Hannover-Burgdorf: Brozovic 6, Kastening 5, K. Häfner 3, Mävers 3/3, Böhm 2, Cehte 2, Pevnov 2, Büchner 1/1, Olsen 1. Schiedsrichter: Julian Köppl (Magdeburg)/Denis Regner (Magdeburg) Zuschauer: 3555 Strafminuten: 4/12.

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