Wochenspiel

Recken am Donnerstag bei angeschlagenen Füchsen in Berlin zu Gast

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Nach dem souveränen Heimsieg gegen Minden, hier Timo Kastening im Duell mit Torwart Kim Sonne-Hansen, stehen die Recken am Donnerstag  vor einer hohen Hürde in Berlin.

HANNOVER Schon das zweite Wochentags-Spiel für die Recken in Folge: Am Donnerstag (19 Uhr) ist Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf bei den Füchsen Berlin zu Gast. Dass es in der Max-Schmeling-Halle äußerst schwer wird, ist klar – obwohl die Berliner arge Verletzungsprobleme haben.

Mit Rechtsaußen Hans Lindberg, Linkshänder Marko Kopljar, Mittelmann Simon Ernst und Rechtshänder Stipe Mandalinic fallen vier wichtige Spieler aus. Zudem fehlt Kreisläufer-Neuzugang Mijajlo Marsinic, der sich den kleinen Finger bracht. Dafür soll wohl Fabian Wiede auf der rechten Angriffsseite wieder ins Team zurückkehren. Mit 2:4-Punkten hat das Team von Trainer Velimir Petkovic alles andere als einen guten Start erwischt. Den einzigen Sieg gab es bisher gegen Minden (29:27), gegen das die Recken am Sonntag 30:25 gewannen. Das Heimspiel gegen Flensburg verloren die Füchse 25:30, in Göppingen gab es zum Saisonstart ein 18:21. So steht der aktuelle EHF-Cup-Sieger schon mit dem Rücken zur Wand, während die Hannoveraner (relativ) unbeschwert antreten können. Vor allem Lars Lehnhoff ist derzeit wieder gut drauf. Nach dem Abgang von Casper Mortensen ist der Adelheidsdorfer die Nummer eins auf der Linksaußen-Position. Zwölf Tore in vier Spielen unterstreichen sein gutes Comeback. Momentan sieht es so aus, als habe der Student (Wirtschaftswissenschaften) dem eigentlich auf dieser Position eingeplanten neuen Spanier Cristian Ugalde den Rang abgelaufen. Ugalde, der in der 5-1-Deckung der Recken als Spitze fungiert, kam gegen Minden als einziger Spieler überhaupt nicht zum Einsatz. Lehnhoff hat in der vergangenen Saison eine lange Leidenszeit mit mehreren Verletzungen (Knöchel, Hand, Achillessehne) hinter sich gebracht. „Ich bin voll belastbar, ich bin fit“, sagt das Recken-Urgestein (seit 2004 im Verein). Auch Trainer Carlos Ortega lobt: „Lars zeigt viel Einsatz im Training, Ich bin froh, dass ich auf Linksaußen zwei starke Spieler habe.“ Pikant am Rande: Seine Rolle als Siebenmeterschütze musste Lehnhoff ebenso wie Rechtsaußen Timo Kastening vorerst an Hannovers kroatische Kreisläufer-Kante Ilija Brozovic abtreten. Nachdem in den ersten drei Spielen sieben Siebenmeter vergeben wurden, gab es im Training einen Wettbewerb, wie Coach Ortega berichtete. Dabei erwies sich Brozovic als am sichersten und gilt nun vorerst als Nummer eins „vom Punkt“. Weiterhin nicht dabei sind Kapitän Kai Häfner (Bauchmuskelprobleme) und Rechtsaußen Torge Johannsen (Wadenverletzung), der aber seine Ellenbogen-Blessur (mit Operation) auskuriert hat. Am Wochenende sind die Recken dann spielfrei, bestreiten die nächste Partie dann erst wieder am 23. September (16 Uhr) in der Tui-Arena gegen Die Eulen Ludwigshafen.

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