Trotzreaktion beim 24:28 gegen den Titelkandidaten gezeigt

Recken halten sich in Flensburg wacker

Carlos Ortega verliert mit den Recken in Flensburg
+
Carlos Ortega sieht einen engagierten Auftritt seines Teams, zur Überraschung reicht es in Flensburg nicht.

Hannover – Glück, Geschick und Cleverness sind im Moment nicht die Kennzeichen von Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf. Nach dem bitteren Halbfinal-K.o. gegen die MT Melsungen am Donnerstag verloren die Recken am Sonntag das Punktspiel bei der SG Flensburg-Handewitt mit 24:28 (11:13) und dümpeln damit weiter im unteren Mittelfeld der Tabelle dem Ende dieser so schwierigen Saison entgegen.

In Flensburg wurden die Hannoveraner aber im Gegensatz zu mehreren vorherigen Spielen nicht von den Referees benachteiligt. Vielmehr zeigten sie einen ordentlichen Auftakt und führten durch Evgeni Pevnov und zwei Mal Nejc Cehte 3:1. Auch in der Folge diktierten die Recken gegen den bis dahin noch nicht auf Touren gekommenen Meisterschaftskandidaten die Partie. Flensburg führte zwischenzeitlich 5:4, doch bis zur 23. Minute blieb das Team von Trainer Carlos Ortega beim 9:8 in Führung. Erst SG-Linksaußen Wanne brachte die Gastgeber, die sich mit Kiel einen heißen Kampf um Platz eins liefern, mit 11:9 in Front. Die Recken nahmen das Tempo aus dem Spiel, spielten ihre Angriffe lange aus, gerieten mehr als halbes Dutzend Mal ins Zeitspiel – mehrfach allerdings ohne erfolgreichen Abschluss. Der 11:13-Rückstand zur Pause ließ das Ortega-Team noch im Rennen, doch fünf Minuten nach Wiederbeginn hatte sich die SG schon auf 18:13 abgesetzt, nachdem Johan Hansen mit einem Strafwurf an Flensburg-Keeper Bergerud (15 Paraden) gescheitert war. Einmal mehr häuften sich die vielen kleinen Fehler, die der Kontrahent gnadenlos ausnutzte. Flensburg führte 22:16 (44.), ehe sich die Gäste in der Schlussphase nochmals herankämpften und auf 24:26 verkürzen konnten, weil Ebner die Siebenmeter gegen Wanne und Gottfridsson abwehren konnte. Kapitän Fabian Böhm hatte das 25:26 in der Hand, vergab aber voreilig. Golla und Wanne trafen danach zum Endstand.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare