Handball-Bundesliga

Mühevoller Sieg der Recken 

Die Recken jubeln nach ihrem knappen Heimsieg gegen die Eulen Ludwigshafen.

Hannover - Nur mit äußerster Mühe kamen die Recken in der Bundesliga zu einem knappen 25:23 (12:13)-Sieg gegen Die Eulen Ludwigshafen. Der Tabellenvorletzte leistete enorme Gegenwehr und verlangte der TSV Hannover-Burgdorf alles ab.

„Ludwigshafen hat eine sensationelle Abwehr gestellt“, anerkannte Recken-Kreisläufer Evgeni Pevnov die Leistung des Gegners. „Das war richtig schwer für uns, wir haben nichts geschenkt bekommen.“ Nach dem ersten Rückstand führten Kapitän Böhm & Co. zunächst, doch die Kurpfälzer drehten die Partie alsbald wieder. Schon in dieser Phase deutete sich an, wie zäh dieses Match verlaufen würde – so blieb es bis zum Schluss. Mit vier verwandelten Siebenmetern stach erneut Timo Kastening in der ersten Halbzeit heraus. Er kam wegen Leistenproblemen nur für die Strafwürfe aufs Feld. 8:7 hieß nach einer Viertelstunde, dann führten beim 9:10 wieder Gäste, die ihren kleinen Vorsprung auch mit die Halbzeit nahmen. Auch die Varianten mit zwei Kreisläufern (Brozovic und Pevnov) oder mit 7 gegen 6 fruchtete bei den Recken wenig. Wer nach dem Wechsel gedacht hatte, die Partie würde nun klar zugunsten der Gastgeber laufen, sah sich getäuscht. Die Eulen machten den Recken weiter das Handball-Leben schwer, zogen mit zwei Treffern in Front und nach knapp 45 Minuten sogar beim 18:15 mit drei Treffern. Waren die Punkte damit schon weg? Nein, die Hannoveraner streckten sich nun mächtig, kamen durch Kastening und zweimal Brozovic zum 18:18 und durch den jungen Schweden Alfred Jönsson zur 19:18-Führung – Spiel tatsächlich wieder gedreht. Nun war das Ortega-Team wieder im Vorteil, musste aber beim 22:22 erneut den Eulen-Ausgleich hinnehmen. Die Antwort gab der „Meister“ selbst: Morten Olsen pfefferte den Ball rechts unten rein, holte danach noch ein Stürmer-Foul gegen Eulen-Außen Durak heraus. Danach scheiterte Kastening mit einem weiteren Siebenmeter an Torwart Martin Tomovski, der den Slowenen-Routinier Gorazd Skof ersetzt hatte. Der Nachwurf war aber drin zum 24:22. Nach dem Ludwigshafener 23:24 beendete Brozovic mit dem 25:23 das quälende Spiel. „Das war ein sehr schweres Spiel für uns“, gab Recken-Coach Ortega zu. „Wir hatten Probleme im Angriff, aber es sind wichtige zwei Punkte.“ Für Recken-Sportchef „Smöre“ Christophersen war es „ein Sieg der Moral“. Rechtsaußen Kastening: „Wir sind nicht ins Tempo gekommen, haben vorne zu pomadig gespielt. Unser Torwart Urban Lesjak hat uns nach der Pause einen extremen Push gegeben. Der Auftakt mit 3:3-Punkten nach der EM-Pause ist in Ordnung, aber wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert.“ Recken: Kastening (8 Tore/ davon 6 Siebenmeter), Brozovic 4, Olsen 3, Pevnov 3, Ugalde 3, Cehte 2, Jönsson 1, Krone 1, Mävers, Patrail, Thiele, Feise. Ludwigshafen: Durak 6/2, Jer. Müller 5, Stüber 4, Bührer 2, Neuhaus 2/1, Haider 1, Mappes 1, Skof 1, Walullin 1 Schiedsrichter: Jörg Loppaschewski (Berlin)/Nils Blümel (Berlin) Zuschauer: 4 200 Strafminuten: 8 /2.

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