Handball-Bundesliga

Recken: Alles dreht sich um Olsen

+
Kommt Morten Olsen (r.) am Donnerstag gegen Erlangen zum Einsatz? Das ist die große Frage bei den Recken.

Hannover – Spielt er oder spielt er nicht? Das ist bei Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf die große Frage vor dem Heimspiel am Donnerstag (19 Uhr) in der Tui-Arena gegen den HC Erlangen.

Beim 26:24 in Ludwigshafen hatte sich Recken-Regisseur Morten Olsen am kleinen Finger der rechten Wurfhand verletzt. Erst sah es danach aus, als müsse der geniale Dänen-Spielmacher pausieren, doch inzwischen könnte es auch sein, dass er gegen die Franken doch auflaufen kann.

Am Montag war Olsen beim Training, nahm ein paar Würfe. Am Dienstag sprach er mit Coach Ortega und meinte, sein Befinden der Hand sei wieder etwas schlechter geworden. Der Trainer zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass der Däne vielleicht doch spielen könne.

In Ludwigshafen hatte Mait Patrail nach Olsens Ausscheiden dessen Rolle übernommen und ordentlich erledigt. Anfang dieser Woche war der Este noch etwas malade, doch man darf davon ausgehen, dass er gegen Erlangen ebenso aufläuft wie Fabian Böhm, den einmal mehr Rückenprobleme plagten. Doch auch der Kapitän sollte eingesetzt werden können.

Mit den Erlangern kommt heute Deutschlands Rekord-Torwart in die Tui-Arena. Carsten Lichtlein (39) absolviert derzeit bereits seine 20. Erstliga-Saison. Das HCE-Spiel gegen Minden war seine 625. Partie, mit der der frühere Gummersbacher und Lemgoer mit Ex-Keeper und Rekordhalter Jan Holpert gleichzog. Lange Jahre stand Lichtkein in Gummersbach im Tor, ehe er nun aus privaten Gründen für Erlangen spielt. Der Torwart hat es nun näher zu seiner Heimat Würzburg, wo seine Familie lebt.

Die Partie gegen Erlangen ist ein Nachholspiel vom 14. Spieltag, ansonsten ist die Vorrunde für die Recken abgeschlossen – mit einem nie und nimmer erwarteten dritten Tabellenplatz! Den versucht das Team von Trainer Carlos Ortega auch in den letzten vier Spielen dieses Jahres zu halten. Nach dem Erlangen-Match stehen noch die Partien in Balingen bei Ex-Coach Jens Bürkle (am kommenden Sonntag), am zweiten Weihnachtstag gegen den TVB Stuttgart und am 29. Dezember in Minden auf dem Programm.

Der sportliche Erfolg führt derzeit auch zu einem Zuschauer-Boom. Kamen bislang schon 5703 Fans zu jedem Spiel, wird der Schnitt jetzt noch weiter ansteigen. Fürs Erlangen-Spiel sind bereits 8300 Tickets verkauft, für die Partie gegen Stuttgart sogar schon 8600 und fürs Spiel gegen den THW Kiel (Februar) mehr als 5000. In der vergangenen Saison lag der Schnitt bei 5116 Besuchern pro Spiel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare