EHF-Pokal

Recken jubeln nach Auftaktsieg gegen HC Eurofarm Rabotnik Bitola

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Vincent Büchner erzielt einen seiner beiden Treffer beim Heimsieg der Recken im EHF-Pokal gegen Rabotnik Bitola.

HANNOVER - Toller Einstand für die Recken in den EHF-Pokal: Zum Heim-Auftakt gab es vor 3 514 Zuschauern ein hart erkämpftes 24:21 (16:14) gegen den HC Eurofarm Rabotnik Bitola. Nach einer torreichen ersten folgte eine torarme zweite Halbzeit.

Was für eine Stimmung in der Swiss-Live Hall: Schon Minuten vor dem Anpfiff klatschen sich die Fans für die Recken warm – Euro-Stimmung zum Auftakt auf der internationalen Bühne. Und es geht auch gleich super los fürs Team von Trainer Carlos Ortega: Nachwuchsmann Vincent Büchner, wieder Ersatz für die fehlenden Linksaußen Lars Lehnhoff und Cristian Ugalde, verwandelt zwei Tempogegenstöße zum 2:0. Und auch Weltmeister Morten Olsen ist wie gegen Stuttgart in der Bundesliga am vergangenen Donnerstag stark drauf. Nach 20 Minuten hat er schon vier Treffer erzielt. Stark, der Däne. Doch auf einmal sind die Mazedonier wieder dran, gleichen nach 15 Minuten zum 8:8 aus. Der Bruch im Recken-Spiel? Nein! Torge Johannsen, Nejc Cehte, Ilija Borzovic und wieder Olsen werfen das 12:8 heraus – sofort wieder tolle Stimmung in der Halle. Trotz Manndeckung für Olsen bleiben die Recken, die auf Fabian Böhm verzichten mussten, der sich beim Aufwärmen am Knöchel verletzt hatte und gestern die Lose im Fußball-DFB-Pokal zog, „on fire“, sind richtig heiß. Kastening trifft per Siebenmeter zum 16:13, Bitola kommt noch heran auf 14:16. Halbzeit. Wer gedacht hatte, das Torfestival würde weitergehen, sah sich jedoch getäuscht. Häfner und Cehte bauten den Vorsprung zwar auf 18:15 aus, doch das Angriffsspiel der Hannoveraner lief jetzt nicht mehr so rund – auch weil Spielmacher Olsen in Manndeckung genommen wurde. Beim 22:18 durch Nachwuchsmann Hannes Feise sah es nach 47 Minuten nach einem sicheren Sieg für das Ortega-Team aus, doch weit gefehlt. Die robusten Mazedonier kämpften verbissen und kamen durch Spielmacher Vladislav Ostroushko wieder auf 21:22 (53.) heran. Häfner und Johannsen trafen aber noch zum 24:21. Glück auch, dass Torwart Lesjak nach dem Siebenmeter von Goce Ojleski in der ersten Halbzeit fünf Minuten vor Schluss auch den von Milan Djukic parierte. „Hauptsache gewonnen, das ist das Wichtigste“, fasste der am Knie verletzte Lehnhoff diese in der zweiten Hälfte von absolutem Kampf geprägte Partie zusammen. „Wir haben nicht gut gespielt, aber die ersten zwei Punkte sind da.“ Coach Ortega: „In der ersten Halbzeit war unser Angriff gut, in der zweiten unsere Abwehr. Bei Böhm wollten wir kein Risiko eingehen.“ Bitolas Trainer Djordje Cirkovic: „Wir haben nicht verloren – wir haben eine Lehrstunde bekommen.“ In der Handball-Bundesliga spielen die Recken am Donnerstag in Ludwigshafen. Von dort geht es gleich zum Samstagspiel bei RK Nexe Nasice (Kroatien) weiter. Recken: Lesjak, Ziemer – Johannsen (3), Cehte (2), Mävers, Thiele, Pevnov (3), Häfner (2), Böhm, Srsen, Olsen (7), Brozovic (2), Feise (1), Kastening (2/2), Büchner (2). Erfolgreichste Werfer Bitola: Gradjan (5), Ostroushko (5), Kuzmanovski (4). 

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