Handball-Bundesliga

Recken spielen Sonntag gegen Melsungen

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Sie werden auch weiterhin zusammenarbeiten: Die Verträge von Antonio Carlos Ortegas und seinem Co-Trainer Iker Romero wurden um zwei bzw. ein Jahr verlängert.

HANNOVER - Von wegen Füße hochlegen in der Länderspiel-Pause! Bei den Recken hat man die Zeit unter anderem für die interne Regelung der Trainerfrage genutzt. Zunächst steht am Sonntag (13.30 Uhr, Tui-Arena) das nächste Heimspiel gegen die MT Melsungen an.

Es ist ein Duell der Tabellennachbarn, beide Teams sind mit den Platzierungen (Achter und Neunter) nicht zufrieden. „Das ist schon ein richtungsweisendes Spiel“, sagt Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen. „Diese Punkte sind elementar wichtig, wir wollen wieder eine positive Tendenz.“ Die Nordhessen sieht er als „Top-Mannschaft, die viel Qualität im Kader hat.“ Allerdings fehlt den Nordhessen nicht nur Michael Müller, sondern seit dem Länderspiel gegen den Kosovo am Sonntag auch Julius Kühn. Der Nationalmannschafts-Hüne zog sich einen Kreuzbandriss zu, fällt auch für die WM aus – eine Verletzung, die nicht nur Melsungen, sondern auch der deutschen Auswahl überaus weh tut. Christophersen: „Durch Kühns Ausfall werden die Melsunger enger zusammenrücken.“ Was es für die Recken nicht einfacher macht. Die personelle Lage hat sich bei den Hannoveranern leicht entspannt. Kai Häfner, der in Stuttgart erstmals wieder spielte, hat sich weiter in Form gebracht, auch Mait Patrail stieg wieder ins Teamtraining ein – sein Einsatz ist aber offen. Fehlen werden weiter Torge Johannsen und Pavel Atman. Unterdessen hat die TSV Hannover-Burgdorf auch in Sachen Trainer-Weiterverpflichtung Nägel mit Köpfen gemacht. Antonio Carlos Ortegas Vertrag wurde um zwei Spielzeiten verlängert, der von Assistent Iker Romero um eine Saison. Warum der Unterschied? Die Recken wollen dem Co-Trainer die Möglichkeit geben, eventuell einen Cheftrainer-Posten anzunehmen, falls er nachgefragt wird – eine kulante Regelung. Beide Spanier sind seit dem 1. Juli 2017 in Hannover, hatten das Team nach der katastrophalen Rückrunde 2016/17 mit 16 sieglosen Partien in Folge übernommen. Unter ihnen spielten die Recken die bisher beste Saison, wurden Sechster und wurden beim „Final Four“ in Hamburg Vize-Pokalsieger, wodurch man in den EHF-Pokal (dritte Qualifikationsrunde gegen Lissabon am 17. und 24. November) einzog. „Wir wollten klare Verhältnisse“, begründet Christophersen die Vertragsverlängerungen. „Die beiden sind ein produktives Duo – und mit mir ein Trio“, lächelt er. „Wir sind froh, auf die große Erfahrung der beiden zurückgreifen zu können.“ Für die Sonntags-Partie sind bereits mehr als 4500 Tickets weg. Das Melsungen-Spiel ist der Auftakt zu einem harten Rest-Programm für die Recken bis Jahresende mit zwölf Begegnungen (Bundesliga, Pokal, EHF-Cup) in 53 Tagen. 

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