EHF-Cup TSV Hannover-Burgdorf verliert mit 26:34 im Viertelfinale gegen Füchse Berlin

Im Rückspiel muss ein Handball-Wunder her

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Fabian Böhm im Duell mit dem starken Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter.

Hannover – Das Hinspiel im EHF-Cup-Viertelfinale verlor die TSV Hannover-Burgdorf mit 26:34 gegen die Füchse Berlin. Nur 3934 Zuschauer gingen enttäuscht nach Hause. Ostersonntag, tolles Wetter, ein deutscher Gegner im internationalen Wettbewerb – all das trug zur bescheidenen Kulisse bei. 

So hatten sich die Recken den Start gegen die Berliner nicht vorgestellt! Das war „Osterhasen-Handball“ am Ostersonntag. Nach dem 1:0 durch Evgeni Pevnov (die einzige Führung) ging bei den Hannoveranern zunächst wenig bis nichts. Die Füchse agierten clever, profitierten von Ballgewinnen in der Abwehr und vom Pfostenpech von Häfner. So warfen sie sich schnell einen 5:1-Vorsprung heraus und die Fans machten lange Gesichter. Nach 13 Minuten stand es 3:7, in der gleichen Minute gab Ilija Brozovic sein Comeback. Teilweise agierten die Recken nun mit zwei Kreisläufern, später versuchte es Trainer Ortega auch mit der 5-1-Deckung mit Ugalde auf der Spitze. Aber alles brachte nur wenig Wirkung. Dennoch zeigten die Gastgeber wenigstens Kampfgeist. Mit vereintem Einsatz verkürzten sie den Rückstand Tor um Tor. Häfner traf zum 9:10, nach 24 Minuten schaffte Morten Olsen per Siebenmeter den Ausgleich zum 11:11. Es ging doch! Aber die körperlich stärkeren Füchse machten es den Recken im Angriff immer wieder sehr schwer mit den hünenhaften Mittelblockern Marsenic und Gojun sowie außen davon Wiede und Drux. Jedes Tor mussten sich die Hannoveraner mühsam erarbeiten. Dazu kamen neun Torwart-Paraden von Silvio Heinevetter, der dabei drei Siebenmeter von Kastening (2) und Mävers abwehrte. Als stärkster Recke bis dahin erwies sich Dänen-Weltmeister Olsen, dessen Tore Heinevetter zur Weißglut brachten. Auf der anderen Seite hatte Martin Ziemer eine gute erste Halbzeit gegen seine zukünftige Mannschaft – er wechselt ja nächste Saison zu den Füchsen. Auch nach dem Wechsel verpennten die Recken den Start – wie schon zu Beginn der ersten Halbzeit. So hielten die Füchse ihren Gastgeber immer auf gebührendem Abstand. 18:22 nach 39 Minuten, 21:27 eine Viertelstunde vor Schluss – das Ortega-Team konnte gegen einen einfach stärkeren Gegner einfach nichts ausrichten. Beim 23:30 (51.) war Berlin sogar auf sieben Tore weg. Am Ende waren dann acht Treffer Unterschied – eine Demonstration der Stärke von den Füchsen. „Das Ergebnis spricht Bände, das war sehr ernüchternd“, fand Recken-Sportchef „Smöre“ Christophersen. „Auf dem Niveau war das zu wenig. „Jetzt muss ein Wunder her“, war Kapitän Kai Häfner genervt. „Das hatten wir uns anders vorgestellt. Unser Rückzugsverhalten war erbärmlich. Wir sind nicht in eine aggressive Stimmung gekommen.“ Berlins ehemaliger Recken-Kreisläufer Erik Schmidt: „Wir hatten eine gute Abwehr und in Heinevetter einen guten Torwart, aber auch Martin Ziemer war gut. Acht Tore Vorsprung sind natürlich ein Brett.“ Hannovers Rechtsaußen Timo Kastening: „Freie Würfe, vier Siebenmeter vergeben, kein Zugriff in der Abwehr, schlechter Rückzug – dann gehst du so unter.“ Das Rückspiel ist am kommenden Sonntag. Anpfiff in der Max-Schmeling-Halle ist um 15 Uhr. Am nächsten Donnerstag (19 Uhr, Tui-Arena) spielen die Recken zuvor in der Bundesliga gegen den TBV Lemgo Lippe. Recken: Ziemer 1, Lesjak – Johannsen, Cehte, Mävers, Thiele, Pevnov 1, Häfner 5, Atman, Böhm 1, Ugalde, Srsen, Olsen 11/1, Brozovic, Kastening 7/2, Büchner. Beste Berliner: Lindberg 7/2, Drux 5, Elisson 5, Holm 5. haz/gsd

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