Handball-Bundesliga

Recken gewinnen das Niedersachsen-Derby 32:24

TSV Hannover Burgdorf - HSG Nordhorn Lingen
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Alfred Jönsson erzielt vier Treffer für die Recken beim Auswärtssieg bei der HSG Nordhorn-Lingen.

Hannover - Nach nur einem Sieg in den vergangenen sechs Spielen hat sich Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf aus der Mini-Krise geworfen! Vor 2863 Zuschauern gewannen die Recken mit 32:24 (14.12) bei der HSG Nordhorn-Lingen in der Lingener Emsland-Arena. Zwei Punkte und zwei zerrissene Trikots für die Recken.

Nachdem es zuletzt Niederlagen beim Bergischen HC und bei den Rhein-Neckar Löwen gegeben hatte, forderte Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen vier Punkte aus den Spielen bei der HSG und gegen FrischAuf Göppingen am kommenden Sonntag (16 Uhr, Tui-Arena). Die Messlatte lag also nicht gerade niedrig. Hannover fing gut an, Olsen traf ins kurze Eck. Georg Pöhle und Pavel Mickal warfen die ersten beiden Treffer für die HSG. Die Recken glichen die Führungen des Emsland-Teams jeweils aus. Top-Torjäger Robert Weber verwandelte die ersten drei Siebenmeter gegen TSV-Torhüter Ebner und Lesjak. Webers 8:7 war dann aber die letzte Führung der West-Niedersachsen, die sich mehrere Schlagwurf-Tore vom verbesserten Spielmacher Morten Olsen einfingen. Ilija Brozovic warf zur zweiten Führung der Recken zum 9:8 ein. Dass es mit harten Bandagen zur Sache ging, zeigte sich im eingerissenen Dress von Evgeni Pevnov, der schnell ein neues überstreifte. Auf dem Feld blieb es eng, durch Rechtsaußen Timo Kastening lagen die Gäste 13:12 vorn. Nordhorns Pöhle verdaddelte danach den Ball – statt zum 13:13 einzuwerfen, eroberte Pevnov den Ball und traf zum 14:12 ins leere HSG-Tor. Nach dem Wechsel hatten die Recken starke zehn Minuten, legten einen 8:1-Lauf hin zur 22:13-Führung – das Schlusslicht aus der Grafschaft Bentheim leistete sich mehrere Ballverluste, machte technische Fehler und war total von der Rolle. Auch weil Spielmacher Miedema wegen einer Rippenprellung nicht mehr spielen konnte. Torwart Lesjak parierte einen Siebenmeter von Weber, und auch eine Auszeit sorgte nicht für die Wende bei den Nordhornern. Selbst der für Lesjak wieder eingewechselte Ebner traf in den leeren HSG-Kasten. In der letzten Viertelstunde setzte Hannovers Coach Carlos Ortega seinen zweiten Anzug ein. Hannes Feise (drei Tore) kam ebenso „auf die Platte“ wie Jannes Krone (ein Treffer) und Veit Mävers, der noch das zweite zerrissene Trikot davontrug. So waren die letzten 15 Minuten kaum mehr als ein Schaulaufen für die Recken, die ihren sechsten Auswärtssieg einfuhren und sich rechtzeitig vor dem Heimspiel gegen Göppingen zurückmeldeten. „Wir sind mit einer guten Stimmung ins Spiel gegangen und waren sehr konzentriert auf dem Feld“, meinte Kreisläufer Pevnov. „Außerdem haben wir wenig technische Fehler gemacht. Das Hinspiel, das wir nur mit einem Tor gewonnen hatten, war uns eine Warnung.“ Recken: Eber 1, Lesjak – Cehte 3, Mävers, Patrail 3, Pevnov 3, Jönsson 4, Böhm 1, Ugalde, Krone 1, Olsen 4, Brozovic 2, Feise 3, Kastening 3/3, Büchner 4. Beste HSG-Torschützen: Weber 5/3, Pöhle 5/1, Mickal 4.

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