Recken

Christophersen warnt: BHC kein gewöhnlicher Aufsteiger

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Recken-Trainer Carlos Ortega will am Sonntagnachmittag beim ersten Heimspiel gegen den Bergischen HC jubeln.

HANNOVER Vizepokalsieger gegen Aufsteiger – in dieser Konstellation gehen die Recken am Sonntag (16 Uhr) in der Swiss-Life Hall ins erste Heimspiel in ihrer zehnten Saison in der Handball-Bundesliga. Zu Gast ist der Bergische HC, der nach nur einem Jahr ins Oberhaus zurückgekehrt ist.

Beim Harting Cup in Minden verlor die TSV Hannover-Burgdorf mit 27:30 gegen das Team, das sich aus Wuppertal und Solingen rekrutiert. „Der BHC ist kein normaler Aufsteiger“, sagt denn auch Sven-Sören Christophersen. Die „Bergischen Löwen“, wie sie sich nennen, gaben in der 2. Liga nur sechs Punkte ab, belegten souverän Platz eins. Mit dabei ein alter Bekannter von den Recken: Csaba Szücs, der von 2011 bis 2017 in Hannover spielte, in seiner letzten Saison aber wegen eines Achillessehnenrisses ausfiel. „Ich habe immer noch Kontakt zu ihm, aber für 60 Minuten ruht die Freundschaft“, sagt Recken-Sportchef Christophersen. Die Hälfte des derzeitigen Teams kennt Szücs noch aus Hannover-Zeiten, da dürfte er BHC-Trainer Sebastian Hinze wohl wertvolle Tipps geben.

Den „Dusel-Sieg“ in Gummersbach (26:25) am ersten Spieltag bezeichnet Christophesern als „Warnschuss“. In der Bundesliga könne man die Gegner aus der vermeintlich unteren Tabellenhälfte nicht automatisch schlagen, so der Sportchef weiter. „Wir sind nicht an das Optimum herangekommen – und dann wird es schwer zu gewinnen.“ Zumindest aber habe man große Moral in der Schlussphase gezeigt und sei kaltschnäuzig genug gewesen, um doch noch den ersten Zweier einzufahren dank Timo Kastenings Treffer drei Sekunden vor Schluss. Der spanische Recken-Trainer Carlos Ortega: „In der deutschen Bundesliga kann man kein Spiel mit halber Kraft gewinnen. Beim BHC müssen wir vor allem die schnelle Mitte unterbinden.“

Offen ist erneut, ob Kai Häfner ins Team zurückkehrt. Der Kapitän hatte wegen seiner Bauchmuskelprobleme schon in Gummersbach nicht gespielt. „Wir wollen da kein Risiko eingehen“, meint Christophersen. Torge Johannsen fällt nach seiner Ellenbogen-Operation weiter aus. Als taktische Variante ist gut möglich, dass das Ortega-Team mit zwei Spielmachern agiert: Neben Morten Olsen auch Pawel Atman. So könne man in der Offensive überraschen, meint der Coach.

Für den ersten Heim-Auftritt sind bereits mehr als 3200 Tickets verkauft worden – eine beachtliche Resonanz für ein Auftaktspiel. Die Heimpremiere ist zugleich auch der Start in die erste englische Woche: Am kommenden Mittwoch gastieren die Recken in Göppingen, am übernächsten Sonntag kommt GWD Minden in die Swiss-Life Hall.

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