Saisonstart in der Handball-Bundesliga

Recken empfangen Rhein-Neckar Löwen

Mann mnit Wasserflasche
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Voll motiviert: Recken-Trainer Christian Prokop vor dem Bundesliga-Auftakt.

Hannover - Sieg beim ambitionierten Drittligisten TuS Hannover-Vinnhorst, Siege bei den Zweitligisten Gummersbach und Dormagen, Sieg beim „Spielo-Cup“ gegen Gastgeber Nettelstedt-Lübbecke, Niederlage mit einem Tor im Turnier-Finale gegen Leipzig, Zwei-Tore-Schlappe gegen Pokalsieger Lemgo, 27:26-Erfolg gegen Bundesliga-Rückkehrer HSV Hamburg – das ist die zahlenmäßige Bilanz der Vorbereitungsphase bei der TSV Hannover-Burgdorf vor dem Bundesliga-Auftakt am Donnerstag um 19.05 Uhr gegen die Rhein-Neckar Löwen.

Eine Vorbereitung mit Höhen und Tiefen. Wegen Olympia konnte der neue Schwede Jonathan Edvardsson erst verspätet in die Vorbereitung einsteigen, gegen Lemgo und Hamburg blieb die neue Nummer 26 der Recken torlos. Als Torgarant entpuppte sich einmal mehr Rechtsaußen Johan Hansen. „Das war ein guter Test und eine gute Generalprobe vor unserem Bundesliga-Start am Donnerstag gegen die Rhein-Neckar Löwen“, meinte Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen nach dem Spiel in Celle gegen den HSV. „Wir können jetzt mit einem Erfolgserlebnis in die Saison gehen. Wir sind auf einem guten Weg.“ Auf der Rechtsaußen-Position fehlte gegen Hamburg Jannes Krone wegen einer Sehnen-Verletzung am Daumen, auf Linksaußen pausierte Vincent Büchner wegen muskulären Problemen. Trainer Christian Prokop warnte vor Zufriedenheit: „Wir wollen uns Stück für Stück steigern, müssen noch eine Schippe draufpacken.“ Zahlenmäßig will er sich nicht auf einen bestimmten Platz als Ziel festlegen – vielmehr solle „die Art und Weise, wie wir Handball spielen wollen, sehr gut“ sein, „emotional und kämpferisch“. Am vergangenen Wochenende war bei den Recken zwei Tage frei, am Montag begann die Vorbereitung auf die Rhein-Neckar Löwen am Donnerstag. Für die Partie gegen die Löwen sind bisher rund  2 100 Tickets verkauft worden, die Recken dürfen 3 600 Zuschauer in die ZAG-Arena lassen. „Wir haben große Vorfreude auf den Start“, sagt der alte und neue Recken-Kapitän Fabian Böhm. „Wir hatten eine intensive Vorbereitungszeit. Jetzt ist die Euphorie im Team groß, wieder vor Fans zu spielen.“ 
Auch Coach Prokop, der auf Rechtsaußen Jannes Krone verzichten muss und erstmals um Punkte seine Neuzugänge Jonathan Edvardsson und Bastian Roscheck dabei hat, spürt „das Kribbeln. Das hatte ich schon vorm ersten Test in Vinnhorst. Jetzt gehen wir mit Ehrgeiz und fokussiert ins erste Spiel, wir sind gewappnet für die Saison.“ Mannheim habe unter dem neuen Trainer Klaus Gärtner einen Umbruch hinter sich, so Prokop. „Aber das ist ein dicker Brocken, den wir aus dem Weg räumen wollen.“
Neues auch vom Ex-Recken Timo Kastening: Der jetzige Melsunger hat den Kontakt zu seiner hannoverschen Heimat offenbar nicht verloren. Beim Drittligisten Handball Hannover Burgwedel, der von seinem älteren Bruder Marius (28) gecoacht wird, hat der MT-Rechtsaußen (26) als gelernter Bankkaufmann jetzt einen neuen Job übernommen: Der Nationalspieler ist bei dem Klub aus dem Norden Hannovers Kassenwart oder auch Schatzmeister. BILD meldete diese nette kleine Story zuerst. Vergangene Saison war Burgwedel in finanzielle Nöte geraten, im Juli 2020 wurde ein Insolvenzantrag gestellt – jetzt wird der wirtschaftliche Schlingerkurs aufgearbeitet. Prominente Sponsoren wie Hannover 96-Boss Martin Kind und Drogerie-Multi Dirk Roßmann unterstützen den Klub.
Und noch etwas aus der „Recken-Schmiede“: Justus Fischer ist U 19-Europameister geworden. Er gilt als nächstes Talent, das den Sprung in die 1. Liga schaffen kann. Bei Gastgeber Kroatien gewann Fischer das Finale mit 34:20. Zudem wurde das 18-jährige Recken-Talent zum besten Spieler des Finals gekürt. Bei den Recken hat Justus Fischer noch einen Vertrag bis zum Jahr 2023.         haz/gsd 

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