Auch Recken können Flensburg nicht stoppen: 1000. Bundesliga-Tor von Häfner beim 28:33

„Bei uns fehlten überall 20 Prozent”

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Timo Kastening ist per Siebenmeter gegen SG-Torwart Torbjorn Bergerud erfolgreich.

Hannover – Das war eine Machtdemonstration des weiter ungeschlagenen Tabellenführers! Mit 33:28 (17:13) gewann die SG Flensburg- Handewitt vor 7061 Zuschauern bei der TSV Hannover-Burgdorf. 

Auch die Recken konnten den 23. Sieg in Serie der Schleswig-Holsteiner nicht verhindern. Erfreulich zumindest: Nach erneut langer Pause feierte Spielmacher Pavel Atman sein Comeback. Dabei war der Start der Hannoveraner noch ganz passabel. Cristian Ugalde warf zum 1:0 ein, Martin Ziemer hielt nach dem Ausgleich den ersten von zwei Siebenmetern. Und in der Folge konnten die Recken sogar noch dreimal in Führung gehen – sehr zur Freude der guten Kulisse in der Tui-Arena. Doch Kai Häfners 8:7 (14.) war nicht nur sein 1000. Bundesliga-Tor, sondern eben auch gleichzeitig die letzte Führung. Nach rund 20 Minuten war es mit der Recken-Herrlichkeit vorbei, die Flensburger übernahmen eindeutig das Kommando vor allem des starken Rasmus Lauge Schmidt, der nicht nur wegen seiner zehn Treffer herausragte. „Er war unser Leader“, freute sich SG-Coach Maik Machulla hinterher. Beim 9:12 waren die Gäste erstmals mit drei Toren weg – da half auch Pavel Atman nichts, der in dieser Phase wieder aufs Feld kam nach langer Verletzungspause. Pech für die Recken zudem, dass zweimal Latte und Pfosten im Wege standen. Dazu kamen zu viele Fehlwürfe und technische Fehler. Nach dem Wechsel spulte der Spitzenreiter sein Programm im Stil einer Spitzenmannschaft herunter. Beim 18:26 war die SG sogar auf acht Tore davongezogen. Hannovers Coach Carlos Ortega versuchte, den Ersten mit verschiedenen Deckungsformationen aufzuhalten, doch nichts fruchtete. So gestaltete Flensburg die einseitige Partie schließlich nach Belieben. Schließlich kam zum Gästesieg auch die bessere Torhüter-Leistung hinzu, was Ortega hinterher auch un- gewöhnlich offen kommentierte: „Wir hatten ab der 20. Minute keine Chance mehr haben in der Abwehr alles probiert. Aber wir brauchen auch mehr Hilfe von unseren Torhütern.“ SG-Trainer Maik Machulla war natürlich happy: „Meine Mannschaft hat vor Energie gesprüht du großes Selbstvertraue gezeigt. Ich bin stolz und zufrieden.“ Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen: „Anfangs haben wir Flensburg noch vor Probleme gestellt, aber nach 20 Minuten nicht mehr auf dem gleichen Level gespielt. Wenn wir nicht an unser Leistungsoptimum herankommen, wird es schwer.“ So sah es auch Spielmacher Morten Olsen: „Bei uns fehlten überall 20 Prozent. Wir haben gut angefangen, aber dann ist Flensburg weggerannt. Wir haben drei Bälle gehalten, Flensburg 14.“ Weiter geht es für die Recken am kommenden Donnerstag in Erlangen, von wo aus sie gleich über Istanbul weiterreisen zum letzten EHF-Pokal-Auswärtsspiel in Bitola (Mazedonien) am übernächsten Sonntag. Recken: Ziemer, Lesjak – Johannsen (1), Cehte (1), Mävers, Thiele, Pevnov (3), Häfner (6), Atman (2), Böhm (2), Ugalde (3), Srsen, Olsen (2), Brozovic, Kastening (6/2), Büchner (2). Beste Flensburger Werfer: Lauge Schmidt (10), Röd (6). haz/gsd

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